Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.
Rassistische Realitäten: Wie setzt sich Deutschland mit Rassismus auseinander?
Wie nehmen die Menschen in Deutschland Rassismus wahr – im Alltag, aber zum Beispiel auch in Behörden? Wie bewerten sie rassistische Vorfälle? Sind sie bereit, dagegen vorzugehen? Und wie viele glauben, dass menschliche „Rassen“ existieren? Die repräsentative Studie „Rassistische Realitäten“ des DeZIM - Nationalem Diskriminierungs- und Rassismusmonitors beleuchtet erstmals umfangreich, wie sich unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen mit Rassismus auseinandersetzen.
Impulse für die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2025
Die von den Vereinten Nationen initiierten Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten eine besonders gute Gelegenheit, das vielfältige Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit öffentlichkeitswirksam sichtbar zu machen und damit ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Hass zu setzen. Anlass für die Aktionswochen ist der 21. März, den die Vereinten Nationen im Jahr 1966 als Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung ausriefen. Erinnert wird an diesem Tag an das blutige Massaker von Sharpeville in Südafrika. Am 21. März 1960 waren dort Tausende Menschen zusammengekommen, um gegen das Apartheidregime, die ungerechten Passgesetze und für gleiche Rechte zu demonstrieren.
Die Broschüre hält daher Ideen, Empfehlungen und Tipps für Aktionen und Veranstaltungen bereit für alle, die sich bei den Wochen einbringen und damit ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und für eine offene Stadtgesellschaft setzen wollen.
Trans* Beratung Niedersachsen Faltblatt
Die Trans*Beratung entwickelt sich zunehmend von einer reinen Selbsthilfeinitiative hin zu einem umfassenden psychosozialen Beratungsangebot. Sie soll Menschen gezielt unterstützen und dazu befähigen, spezifische Lebenslagen eigenhändig zu meistern. Das Informationsmaterial ist kostenlos verfügbar.
Jung, weiblich, extrem rechts: Frauen im Rechtsaußenspektrum
Auf Social-Media-Plattformen und in Messenger-Apps zählt das junge Rechtsaußenspektrum zu den Gewinnern im Kampf um Klicks, Reichweite und Aufmerksamkeit. Eine selbst ernannte Mosaik-Rechte strebt als Teil eines modernisierten Rechtsextremismus nach der Herrschaft über Deutungen, Definitionen und Diskurse. Eine zentrale Rolle spielen weibliche Aktivistinnen, die als Influencerinnen extrem rechte Ideologie zielgruppengerecht bewerben. Welche Strategien setzen sie in ihrer Social-Media-Kommunikation ein? Wen wollen sie erreichen - und wie genau? In diesem interaktiven Online-Workshop wird versucht, gemeinsam Antworten auf diese Fragen zu finden.
Workshop für Jugendliche und junge Erwachsene: „Was sage ich wann? Wann sage ich was? Haltung zeigen gegen Rassismus“
Im Haus der Jugend in Langenhagen findet am 22. März, von 14 bis 18 Uhr ein Workshop für Jugendliche statt. Das Motto lautet „Was sage ich wann? Wann sage ich was? Haltung zeigen gegen Rassismus“. Die Veranstaltung richtet sich an Personen im Alter von 14 bis 27 Jahre. Junge Menschen sollen lernen auch in ihrem direkten oder familiären Umfeld klare Positionen gegen alltäglichen Rassismus zu vertreten.
Der Workshop ist kostenlos, es wird um eine Anmeldung bis zum 19.03.25 erwünscht unter: jugendbeteiligung@langenhagen.de
Kurzentschlossene sind auch herzlich willkommen!
Jung und vielfältig, aber noch nicht politisch beteiligt? Wege zu mehr Partizipation für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
Eine neue Studie des wissenschaftlichen Stabs des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) hat Chancen und Hürden der politischen Teilhabe junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zwischen 15 und 35 Jahren untersucht. Dabei stellen sich neben mangelnder politischer Bildung vor allem der erschwerte Zugang zur Politik und die fehlende Repräsentation der eigenen Gruppe als große Hürden heraus. Um Teilhabe zu verbessern, ist die politische Bildungsarbeit in Schulen und außerschulischen Kontexten entscheidend; Vorbilder in der Politik sind ebenso förderlich wie Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit.
Wettbewerb: Aktiv für Demokratie und Toleranz
Auch in diesem Jahr sucht die Bundeszentrale für politische Bildung im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" zivilgesellschaftliche Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet, die sich auf vorbildliche Weise für Demokratie und Toleranz engagieren. Den Gewinner*innen winken Preisgelder von bis zu 10.000 €.
Bewerbungsfrist: 1. April 2025
Tagung: Reformen im Aufenthaltsrecht
Die Migrations- und Asylpolitik war in den letzten Jahren von hoher Dynamik geprägt. Europäische und deutsche Gesetzgebung haben darauf mit zahlreichen Änderungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht reagiert. Die Tagung soll einer aktuellen Standortbestimmung aus deutscher Sicht dienen. Welche rechtlichen und politischen Herausforderungen sowie Handlungsspielräume zeigen sich derzeit? Wie lassen sich kurzfristig notwendige Maßnahmen mit langfristigen strategischen Überlegungen in Einklang bringen?
19.03.2025 - in Münchehäger Straße 6 31547 Rehburg-Loccum
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Beratungskompass Verschwörungsdenken
Verschwörungserzählungen speisen sich aus der Annahme, dass als mächtig wahrgenommene Einzelpersonen oder Gruppen wichtige Ereignisse in der Welt beeinflussen und dabei die Bevölkerung über ihre Ziele im Dunkeln lassen. Besondere Wirkungsmacht entfalten sie in gesellschaftlichen Krisenzeiten, so auch während der Covid-19-Pandemie und aktuell im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Verschwörungserzählungen prägen viele extremistische Strömungen und können zu gefährlicher Radikalisierung und Gewalt führen. Aber auch jenseits extremistischer Strukturen und Netzwerke können sie antidemokratische Haltungen hervorbringen und verfestigen.
Ziel des Beratungsangebots ist, möglichst passgenaue Hilfs- und Beratungsangebote für Ratsuchende, Betroffene und deren Umfeld bereitzustellen.
Die Beratungsstelle "Beratungskompass Verschwörungsdenken" ist online sowie telefonisch unter der Nummer 030-62937479 erreichbar. Der erste Termin dient der anonymen Erstberatung und -einschätzung des persönlichen Bedarfs. Stellt sich im Erstgespräch ein längerfristiger Beratungsbedarf heraus, wird der anschließende Beratungsprozess an eine lokale Beratungsstelle weitergegeben. Die Zusammenarbeit mit örtlichen Beratungsstellen wird laufend erweitert. Die Beratung erfolgt selbstverständlich vertraulich.
Land.schafft.Demokratie – Bibliotheken stärken Demokratie in ländlichen Regionen
Bibliotheken sind zentrale Orte des Austauschs und des demokratischen Diskurses. Wie andere Bildungseinrichtungen stehen sie aufgrund der oft unübersichtlichen gesellschaftlichen Entwicklungen und zunehmender anti-demokratischer Strömungen vor vielfältigen Herausforderungen. Insbesondere in kleinen, ländlich geprägten Orten fehlen oftmals Räume für Austausch und Diskussion. Bibliotheken sind gerade dort als Bildungs- und Begegnungsorte von zentraler Bedeutung. Sie garantieren freien Zugang zu Informationen und Wissen, gewährleisten gesellschaftliche sowie kulturelle Teilhabe und stärken so demokratische Grundwerte.
Algorithmen, Extremismus und die Aufmerksamkeitsindustrie
In diesem Beitrag von Arben Kukaj der Universität Tübingen wird beschrieben, wie Algorithmen für Social-Media-Unternehmen ein wichtiges Mittel sind, um die Aufmerksamkeit der User:innen zu binden und zu erhöhen. Aufmerksamkeit und Verweilzeit sind für diese Unternehmen die wichtigsten Faktoren, weil sie mit der Werbeindustrie stark verflochten sind und daher mehr Zeit auch mehr Einnahmen bedeutet. Die bloße Orientierung an der Aufmerksamkeit, z.B. an den Click-Zahlen, hat aber zur Folge, dass vor allem der Rechtsextremismus in den letzten Jahren auf Social-Media-Plattformen profitieren konnte.
trans*kids Projektressourcen
Projektressourcen/ Lehrmaterial zum Forschungsprojekt trans*kids: Förderung eines nichtdiskriminierenden Umgangs mit minderjährigen trans* Personen durch patientenorientierte Schulungsmaßnahmen im Gesundheitswesen. Das Projekt TRANS*KIDS ist ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Projekt.
Die pflegerische Versorgung und Begleitung von transgeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen setzt einen kompetenten Umgang diversitätssensibler Pflege voraus. Dies behaltet eine Reflektion über Normen und Regelsysteme, die pflegerische Alltagspraxis prägen. Das wesentliche (An-) Erkennen einer professionellen Pflege von transgeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen besteht darin, dass das Diversity-Merkmal *trans keine den Kindern und Jugendlichen inhärente Charaktereigenschaft ist, sondern eine Kategorie beschreibt, die diese Menschen zu einer bestimmten Gruppe zuordnen, andererseits aber nichts über ihre menschlichen Qualitäten aussagt.
Gender & Crime: Sexuelle Selbstbestimmung und geschlechtsspezifische Gewalt
Der Tagungsband zur zweiten Ausgabe der Tagung Gender & Crime umfasst Texte zu Geschlechteraspekten in Kriminologie und Strafrecht und diskutiert Formen, Ausprägungen sowie Folgen der Gewalt an Frauen. Unter dem Leitthema „Sexuelle Selbstbestimmung und geschlechtsspezifische Gewalt“ widmet sich das Werk u. a. den Themen Incels, Femiziden, Frauen als Täterinnen, Gewalt in Institutionen sowie Gewalterleben von trans* Menschen. Aus einer nationalen und internationalen Perspektive werden im Allgemeinen traditionelle Männlichkeitsnormen und stereotype Geschlechterkonstruktionen diskutiert. Die Tagung fand im November 2022 statt und wurde vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und dem Deutschen Juristinnenbund ausgerichtet.
Ungleich vereint: Warum der Osten anders bleibt
Auch mehr als 30 Jahre nach der Vereinigung beider deutscher Staaten sind fortbestehende Unterschiede zwischen Ost und West ein viel debattiertes Thema in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Worin liegen diese begründet? Wie sind sie zu bewerten, und wie kann politisch auf sie reagiert werden? Steffen Mau untersucht Ursachen und Folgen der Ungleichheitsphänomenen zwischen Ost- und Westdeutschland. Fest steht: um demokratische Impulse zu reaktivieren, plädiert Mau dafür, in Ergänzung zur repräsentativen Parteiendemokratie mit alternativen Partizipationsformen, vor allem sogenannten Bürgerräten, zu experimentieren.
VoiceUp!-Jugendnetzwerk
Das VoiceUp!-Jugendnetzwerk besteht aus 15 engagierten jungen Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren, die aus verschiedenen Regionen Deutschlands kommen, darunter Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Berlin. Das Netzwerk bietet Raum, um gemeinsam an Themen zu arbeiten, die junge Menschen bewegen. Die Mitglieder sind aktiv an der Themenauswahl von Befragungen, der Umsetzung der Initiative VoiceUp! sowie an der Auswertung und Präsentation der Ergebnisse beteiligt.
Aggressionen und Gewalt gegen Politiker*innen in Deutschland.
In den letzten Jahren haben sich Medienberichte über Gewalt und Aggressionen gegen Politiker*innen gehäuft. Fälle, wie die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) oder die Angriffe auf die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker (parteilos) und die oberbayerische Bezirksrätin Stefanie Kirchner (Die Linke), wurden gesellschaftlich breit diskutiert. Zudem wird auch von einem aggressiver werdenden Ton sowie von zunehmenden persönlichen und digitalen Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber Politiker*innen berichtet. Diese Entwicklungen werfen die Frage nach dem Risiko einer Lähmung demokratischer Institutionen auf, die den demokratischen Prozess sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt schwächen könnten. Hier setzt das Forschungsprojekt „Aggressionen und Gewalt gegen Politiker*innen in Deutschland. Formen, Verbreitung und Folgen für Individuum und Gesellschaft“ an.
Queer Refugee Kunst
Vom 17.03. bis 30.03.2025 präsentiert das LeZ eine Ausstellung mit Kunst von und für queere Geflüchtete. Diese Ausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in die Perspektiven und Erlebnisse von queeren Geflüchteten, die ihre Geschichten durch verschiedene Kunstformen ausdrücken. Neben der bildenden Kunst wird es Veranstaltungen wie einen Poetry-Abend geben, bei dem queere Künstler*innen ihre Werke teilen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, gemeinsam ein starkes Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus zu setzen.
Die Ausstellung ist nicht barrierefrei.
Aktionswochen gegen Rassismus: Familienführung durch die Ausstellung »Alles über Anne«
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus bietet das Anne Frank Zentrum am 30. März eine öffentliche Führung durch die Ausstellung "Alles über Anne" an.
Die Ausstellung erinnert an Anne Frank und die Verbrechen der Nationalsozialisten. Sie greift Themen auf, mit denen sich Anne Frank in ihrem Tagebuch auseinandersetzte und die bis heute aktuell sind. In der Führung wird eine Verbindung zwischen Anne Franks Tagebuchaufzeichnungen und Antisemitismus, Rassismus und weiteren Formen der Diskriminierung in der Gegenwart hergestellt. Die Führung richtet sich an Familien.
Eintrittspreis: 8 Euro, ermäßigt: 4 Euro. Die Führung ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich.
Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung
Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung
• AGDF – Aktionsgemeinschaft Dienst für Frieden e.V. (https://friedensdienst.de/)
• Aktion Zivilcourage e. V. (https://www.aktion-zivilcourage.de/)
• BSV – Bund für Soziale Verteidigung e. V. (https://soziale-verteidigung.de/)
• forumZFD – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (https://www.forumzfd.de/de)
• Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. (https://pfd.gegen-vergessen.de/)
• K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung des VFB Salzwedel e.V. (https://k3b-saw.de/)
• Stiftung SPI – Sozialpädagogisches Institut Berlin (https://www.stiftung-spi.de/)
Positionspapier Weiterbildung stärken – Gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern: Eine gemeinsame Verantwortung
Das Positionspapier der Mitglieder des Unterstützerkreises des Portals wb-web.de hat das Ziel, die politischen Vertreterinnen und Vertreter auf die Bedeutung der Erwachsenenbildung und Weiterbildung in Deutschland für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufmerksam zu machen. Es macht deutlich, dass diese Bedeutung weiterhin gestärkt und ausgebaut werden muss.
Vor dem Fachtag: Sprechstunden zu Demokratiebildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt
Schon vor dem DBS-Fachtag gibt es in der Aktionswoche des Deutschen Bildungsservers zu Demokratiebildung für gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 17.-21.03.2025 die Möglichkeit sich in täglichen Onlinesprechstunden auszutauschen.
Von Montag bis Donnerstag sind in dieser Woche Kolleginnen und Kollegen aus dem Team des Deutschen Bildungsservers im Rahmen von virtuellen Sprechstunden erreichbar und stehen für Ideen, Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Nachbarschaft stärken - Demokratie stärken: Gemeinwesenarbeit nachhaltig finanzieren
Gemeinwesenarbeit (GWA) ist ein unverzichtbares Instrument zur Stärkung der Demokratie und des sozialen Zusammenhalts. In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen und knapper werdender Ressourcen ist es essentiell, GWA nicht als zusätzliche finanzielle Belastung, sondern als strategische Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft zu begreifen. An dem Tag erwartet Sie/euch:
Expert*inneninput aus dem PraxisNetzwerk und darüber hinaus
Ausprobieren, Produzieren, Mitmachen – Nachbarschaftsdialoge live
Über 100 Gesprächsmethoden, Ideen, Aktionen für Nachbarschaftsdialoge
Nachbarschaftsdialoge als strategisches Instrument nutzen
Finanzierung von GWA – auch wirtschaftlich denken
Kosten-Nutzen von GWA aufdecken
Überblick und Austausch zu Finanzierungsstrategien von über 70 Projekten
Fachtag: Rechtsruck und islamistische Radikalisierung. Wechselwirkungen, Herausforderungen und Prävention
Rechtspopulistische Akteur*innen und autoritäre Diskurse gewinnen in Europa zunehmend an Einfluss. Insbesondere seit der sogenannten Flüchtlingskrise werden Debatten über Flucht, Migration und den (vermeintlichen) Zusammenhang mit islamistischer Radikalisierung immer stärker polarisiert geführt.
Gleichzeitig führen die seit dem 7. Oktober 2023 verstärkten islamistischen Aktivitäten in Europa nicht nur zu einer veränderten realen Sicherheitslage, sondern erhöhen auch die wahrgenommene Bedrohung durch extremistische Kräfte. Diese Entwicklungen schüren antimuslimische Ressentiments, die mittlerweile auch in der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“ Fuß fassen – ein Klima, das rechtspopulistische Akteur*innen gezielt nutzen, um ihre Unterstützerbasis auszubauen.
Die zunehmende Verbreitung antimuslimischer Diskurse und rechtspopulistischer Einstellungen hat weitreichende Auswirkungen: Sie beeinflusst die islamistische Szene und erschwert zugleich die Präventionsarbeit gegen islamistischen Extremismus. Denn fatale Wechselwirkungen entstehen, indem islamistische Akteur*innen steigenden antimuslimischen Rassismus aufgreifen, ihn in den ideologischen Kontext ihres eigenen Weltbildes einbetten und zur Mobilisierung ihrer Anhänger*innen instrumentalisieren.
Das stellt demokratische Gesellschaften – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa – vor enorme Herausforderungen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir daher beim Forum RelEx am 12. und 13. November in Berlin den Blick über nationale Grenzen hinweg auf die europäische Präventionslandschaft richten, neue Perspektiven entdecken und Impulse für eine wirksame Präventionsarbeit entwickeln.
12.11.2025 - 13.11.2025 in Berlin & online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Zuwendungen zur Förderung von Projekten zur Prävention von schwerwiegender Kinder- und Jugendgewalt
Kinder und Jugendliche sind einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Gewaltverläufe ausgesetzt, wenn sich ungünstige Bedingungen für ihre Sozialentwicklung in familiären, schulischen und sozialräumlichen Zusammenhängen häufen. Die Förderung richtet sich daher insbesondere auf die Häufung von belastenden Bedingungen in bestimmten Wohngebieten und Bildungseinrichtungen.
Die Fördermittel stehen aktuell nur für das Haushaltsjahr 2025 zur Verfügung. Anträge sind bis zum 21.03.2025 und zum 25.04.2025 beim Landespräventionsrat zu stellen.
Webinar: Vorurteilsmotivierte Angriffe in urbanen Kontexten: Erkenntnisse und Befunde aus dem Forschungsprojekt Hate Town
Prof. Dr. Joachim Häfele, Polizeiakademie Niedersachsen, und Prof. Dr. Eva Groß, Professur für Kriminologie & Soziologie an der Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg, stellen die Ergebnisse des Forschungsprojektes HateTown vor.
Die Veranstaltung findet von 14-15 Uhr online statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Hier geht es direkt zur Anmeldung:
25.03.2025 - Online
Wer ist denn hier zuständig? Bundesverbände von Migrantenorganisationen: eine Navigationshilfe
Eine neue Studie des wissenschaftlichen Stabs des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) kartiert das Feld der derzeit auf Bundesebene tätigen 36 Verbände von Migrantenorganisationen (MO). Die Studie gibt eine Übersicht, wie sich die Profile der einzelnen MO-Verbändetypen unterscheiden und für welche Formen politischer Konsultation und Kooperation sich diese jeweils besonders empfehlen.
Schwindende Räume: Wenn demokratisches Engagement zur Zielscheibe wird
Zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Demokratie einsetzen, werden immer öfter Opfer von Anfeindungen und Bedrohungen. Die Häufigkeit und das Andauern dieser Vorfälle lassen darauf schließen, dass es sich nicht mehr um Einzelfälle handelt. Dies ist umso besorgniserregender, als sich in Reaktion auf die Übergriffe immer mehr ehrenamtliche Mitarbeiter*innen aus der Demokratiearbeit zurückziehen. In etwa einem Viertel der Organisationen haben sogar hauptamtliche Mitarbeitende ihrer Arbeit den Rücken gekehrt. Der Policy Brief zeigt, dass bisherige Maßnahmen wie vermehrte Schutzkonzepte unzureichend sind. Die Zivilgesellschaft allein kann die zunehmende Gewalt im öffentlichen Raum nicht stoppen. Sie braucht die aktive Unterstützung des Staates, um ihre zentrale Rolle für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt weiterhin auszufüllen.
Steigert Migration die Kriminalität? Ein datenbasierter Blick
Ausländer sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) gegenüber ihrem Bevölkerungsanteil überrepräsentiert. Dies nährt die Sorge, Migration gefährde die Sicherheit durch eine vermeintlich höhere Kriminalitätsneigung von Ausländern. Dieser Artikel analysiert Daten der PKS (2018-2023) nach Kreisen und erörtert bestehende Erkenntnisse aus der Forschung zur Auswirkung von Zuwanderung auf Kriminalität. Die Ergebnisse zeigen, dass die höhere Kriminalitätsrate von Ausländern überwiegend durch ortsspezifische Faktoren, etwa ihre Konzentration in Ballungsräumen mit hoher Kriminalitätsdichte, erklärt wird. Jean-Victor Alipour und Joop Age Harm Adem berichten.
Alternative zum Krieg?
In der internationalen Politik werden Wirtschafts- und diplomatische Sanktionen gegen Staaten, Organisationen oder Einzelpersonen verhängt, um sie zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen oder sie für Normverletzungen zu bestrafen. Wie effektiv ist das? Maria J. Debre erläutert Funktion, Praktiken und Effektivität von Sanktionen als Alternativmaßnahmen zum Krieg.
"Und was nun?“ – Rechte Vorfälle an Schulen: Erfahrungen, Handlungsmöglichkeiten, kollegialer Austausch
Menschenfeindliche Sprüche, rechtsextreme Bilder und Zeichen, NS-verherrlichende Aussagen: Dies sind nur einige Beispiele für rechte Vorfälle an Schulen. Egal in welcher Form sie auftreten – ein Umgang mit ihnen ist nicht immer leicht und führt nicht selten zur Verunsicherung in der Schulgemeinschaft. Daher wollen wir uns zusammen mit Ihnen, Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Mobilen Beratung Niedersachsen anschauen, was aktuell an Schulen im Kontext Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit passiert und welche Umgangsstrategien es mit menschenfeindlichen Vorfällen und rechten Angriffen geben kann.
Umverteilung weniger wirksam
Die Menschen in Deutschland wollen mehr Umverteilung – aber der Staat tut zu wenig dafür.
Deutschland hat bei der Bekämpfung der Ungleichheit nachgelassen. Sowohl das Steuersystem als auch der Sozialstaat haben zuletzt weniger dazu beigetragen als in früheren Jahren. Anhand aktueller Daten der WSI-Erwerbspersonenbefragung zeigen Spannagel und Brülle, wie die Deutschen den Sozialstaat bewerten und welche Einstellungen sie zu Ungleichheit haben.
Trotz(t)dem! 35. Brandenburgische Frauenwochen 2025
Der Frauenpolitischer Rat Land Brandenburg e.V. läd ein, am 08. März 2025 in Potsdam mit zu diskutieren, wie Menschen verschiedenster Gruppenzugehörigkeiten in Brandenburg leben wollen und was dafür gebraucht wird. Erstmals öffnen sie die Türen und bieten der Zivilgesellschaft, der Politik und gleichstellungspolitisch Interessierten einen Nachmittag voller Gespräche.
Weitere Infos erhalten Sie hier.
Traumasensible Haltung in der Arbeit mit geflüchteten Menschen
Krieg, Flucht, Leben in der Fremde: Viele geflüchtete Menschen sind durch erschütternde Erfahrungen traumatisiert. Wichtig für Menschen in psychischen Ausnahmesituationen ist vor allem, das Gefühl von Sicherheit und Stabilität wiederzuerlangen. Mit einer traumasensiblen Grundhaltung können diese Menschen unterstützt werden, indem sie zum Beispiel Wertschätzung und Partizipation erfahren.
In dieser Schulung lernen haupt- und ehrenamtlich Engagierte Methoden kennen, die ihnen im Umgang mit traumatisierten Menschen mit Fluchterfahrung helfen. Die Schulung wird von qualifizierten Traumafachberater:innen durchgeführt.
Workshop zur Bundestagswahl 2025 für Eingebürgerte in Deutschland
Manche Menschen in der Region Hannover dürfen zum ersten Mal wählen gehen. Diese Menschen sind in Deutschland neu eingebürgert. Deshalb können diese Menschen am 21. Februar 2025 bei einem Workshop mitmachen. Und wichtige Dinge über die Bundestagswahl lernen.
Bundestagswahl 2025
Am 23. Februar 2025 ist Bundestagswahl. Jeder Bürger und jede Bürgerin hat das Recht, zu wählen. Sie können durch Wahlen in der Politik mitbestimmen. Das Wahlrecht ist ein wichtiges Recht in Deutschland. Dieses Heft informiert über die Wahl. Was macht der Bundestag? Wie wählt man? Was sind Erst- und Zweitstimme? Im Heft finden Sie Antworten zu diesen und vielen weitere weiteren Fragen zu Bundestag
Bundestagswahl 2025: Warum Jugendliche AfD wählen
Der Rechtsruck unter Jugendlichen war ein Warnsignal der Europa- und Landtagswahlen. Wie konnte es soweit kommen? Wie gefährdet ist die Demokratie in Deutschland vor den Bundestagswahlen? Simone Rafael hat in zahlreichen Interviews mit Praktiker*innen der Amadeu Antonio Stiftung und des Kompetenznetzwerks Rechtsextremismusprävention sowie Wissenschaftler*innen gesprochen.
Bundestagswahl 2025: deutlich weniger Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber als 2021
Zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025 treten insgesamt 4.506 Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber an. Wie die Bundeswahlleiterin weiter mitteilt, finden sich darunter 1.422 Frauen (32 %). Bei der letzten Wahl am 26. September 2021 hatten sich 6.211 Kandidatinnen und Kandidaten beworben (2.024 oder 33 % Frauen). Damit treten 2025 knapp 1.700 weniger Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber an als 2021.
Unterrichtsmaterialien zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025
Am 23. Februar 2025 sind knapp 60 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl des 21. Bundestags aufgerufen.
Wahlberechtigt sind die Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind, seit mindestens drei Monaten eine Wohnung in Deutschland haben oder sich dort sonst gewöhnlich aufhalten sowie nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.
In dem Dossier des Deutschen Bildungsservers finden Sie kostenlose Arbeitsblätter, Filme und digitale Unterrichtsmaterialien zur diesjährigen Bundestagswahl für die Grundschule und die Sekundarstufe I und II.
Mind the Gap: Eine Analyse der Beteiligungsdifferenz von nationalen und lokalen Wahlen in Deutschland
Kommunalwahlen wurden schon früh als nationale Nebenwahlen klassifiziert. Das Papier soll dazu beitragen, Klarheit bezüglich des Nebenwahlcharakters von Kommunalwahlen herzustellen. Dazu wird die Beteiligungsdifferenz von Kommunal- & Bundestagswahlen in Deutschland analysiert und versucht, mögliche Einflussfaktoren zu identifizieren.
Tagung: Im Aufwind: Wie umgehen mit der extremen Rechten in Deutschland
In den vergangenen Jahren hat sich der Rechtsextremismus hierzulande deutlich verändert. Seine Resonanzräume, Netzwerke und Agitationsformen wandeln und verbreiten sich. Extremistische Einstellungen setzen sich zunehmend in der Mitte der Gesellschaft fest. Rechtsradikale Straftaten nehmen deutlich zu. Medien, Zivilgesellschaft, Kirchen und Politik geraten unter wachsenden Druck. Der Bundestagswahlkampf 2025 verspricht eine wachsende Polarisierung. Wie könnte eine Gegenstrategie aussehen?
21.05.2025 - 23.05.2025, Münchehäger Straße 6 31547 Rehburg-Loccum
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Demokratie Spricht Patriarchat reloaded – Wie Antifeminismus Wahlen gewinnt
Antifeminismus ist nicht nur eine Gefahr für Frauen, queere und trans Personen, sondern fungiert auch als Brückenideologie: Er verbindet und verstärkt menschenfeindliche Strömungen wie Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Dadurch werden Feindbilder geschaffen, die demokratische Grundwerte untergraben und gesellschaftliche Spaltungen vertiefen. Gemeinsam will die Amadeu Antonio Stiftung diskutieren, wie Antifeminismus funktioniert, warum er eine direkte Bedrohung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellt und was wir alle dagegen tun können.
Für eine evidenzbasierte Kriminalpolitik
Mehr als 60 Strafrechtswissenschaftlerinnen -und wissenschaftler unterzeichnen in Hannover die Stellungnahme, in der sie die emotionalen Reaktionen und politische Schnellschüsse kritisieren, die die sachliche Analyse verdrängten.
Präventionsplan für zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt
Diese Handreichung ist im Rahmen des Pilotprojekts „Kommunales Konfliktmanagement för-
dern – Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten“ gemeinsam mit den teilnehmenden Krei-
sen und Kommunen entwickelt worden. Das Pilotprojekt ist eine Initiative des Ministeriums für
Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW in Zusammenarbeit mit der Bezirks-
regierung Arnsberg/KI Landesweite Koordinierungsstelle LaKI und wird von der Stiftung Merca-
tor gefördert.
Online-Lunch: Verein NEUSTART – Kriminalitätsprävention in Österreich
Kriminalitätsprävention und Gewaltprävention spielen eine zentrale Rolle für die gesellschaftliche Sicherheit und Resilienz gegenüber extremistischen Einflüssen. Der Verein NEUSTART ist seit Jahrzehnten in Österreich tätig und gilt als Vorreiter im Bereich der opferschutzorientierten Täterarbeit und Rückfallprävention.
Im Rahmen dieser Veranstaltung beleuchtet Alexander Grohs, Leiter der NEUSTART-Standorte Niederösterreich und Burgenland, die Arbeit des Vereins aus verschiedenen Perspektiven:
- Zahlen, Daten, Fakten zur Wirksamkeit der Programme
- Theoretische Ansätze und innovative Methoden in der Gewalt- und Extremismusprävention
- Die Bedeutung der Rückfallprävention und ihre langfristigen Effekte
- Praxisberichte über die Arbeit mit radikalisierten und extremistischen Personen
Dieses Format bietet fundierte Einblicke in die Arbeit von NEUSTART, insbesondere in zwei sehr unterschiedlichen Regionen Österreichs. Es richtet sich an Fachkräfte der Präventionsarbeit, Strafrechtsexperten sowie Interessierte, die mehr über praxisorientierte Ansätze in der Resozialisierung erfahren möchten.
04.03.2025 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Prävention zwischen "Brücken-Narrativen" und "phänomenübergreifener Perspektive"
Ziel der Expertise, die im Rahmen des Projekts "Prisma" erscheint ist es, die geläufigen Begriffe und Konzepte der "Brückennarrativen" und "phämomenübergreifender Perspektive" verständlich zu machen und mögliche Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zu benennen.
Resonanz als Konzept der Präventionsarbeit
Im dritten Band der Zeitschrift für praxisorientierten (De-)Radikalisierung (ZepRa) formulieren Kanitz und Guta einen Ansatz, Resonanzkonzepte in der Extremismusprävention aus einer neuen Perspektive zu betrachten und bieten erste Handlungsempfelungen für die Beratung in der teritären Extremismusprävention.
Tagung: „When practice meets theory“: Brauchen wir mehr Selbstevaluation in der Demokratieförderung?
In der Praxis der Demokratieförderung und Extremismusprävention werden verschiedene Elemente der Selbstevaluation bereits im Rahmen von Qualitätssicherung oder für interne Lern- und Austauschprozesse genutzt. Allerdings ist das Anliegen, Selbstevaluation als Kompetenz systematisch zu entwickeln und aus ihr generierte Daten in externe Evaluationen mit einzubeziehen, erst kürzlich in den Fokus von Auftraggebenden, Praxisakteuren und Wissenschaftler*innen gerückt. Bedingt ist dies durch zwei sehr unterschiedliche Entwicklungen: zum einen, der zunehm enden Akzeptanz der Praxis als gleichwertige*r Partner*in von Evaluation und Expert*in in eigener Sache. Zum anderen, dem Wunsch, Zugang zu Daten – z.B. Zielgruppen – zu erhalten, die extern nur aufwändig erhoben werden könnten, gleichzeitig für die Feststellung von beispielsweise Zielerreichung und Wirkungen aber sehr relevant sind.
Wichtige Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind u.a.: Wie bewerten Praxisakteur*innen ihre bisherigen Erfahrungen mit Selbstevaluation – als zusätzlichen Zeitaufwand, der neben der Arbeit geleistet werden muss oder als hilfreiches Element lernender Projektentwicklung? Welches Wissen über Ablauf und Methoden von Selbstevaluation, aber auch über Standards und Rahmenbedingungen, sind dabei wichtig und wie können diese seitens der Wissenschaft sinnvoll unterstützt werden? Welche Good Practices gibt es bereits in der Projektpraxis, auch bezüglich der Umsetzung von aus Selbstevaluation gewonnenen Erkenntnissen? Wo liegen die Chancen und Grenzen von Selbstevaluation für Auftraggebende? Kann Selbstevaluation eine kostengünstige und zeitsparende Alternative zu Fremdevaluationen sein? Welche anderen Einblicke bietet sie für Auftraggebende in die Projektpraxis? Und wie können mögliche Risiken (mangelnde Objektivität, Betriebsblindheit) begrenzt werden, um eine sichere Rechenschaftslegung gegenüber Dritten zu gewährleisten?
05.06.2025 - 06.06.2025 in Mauerstraße 76, 10117 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Being Muslim in the EU – Experiences of Muslims
Zum dritten Mal veröffentlicht die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) Daten zur Lebenssituation von Muslim*innen in der EU. Auf Grundlage einer Umfrage unter knapp 10.000 Muslim*innen zwischen 2021 und 2022 erfasst die Studie Erfahrungen in den Bereichen Diskriminierung, Rassismus und Teilhabe.
Fortbildungskurs: Kinderschutz, religiös begründeter Extremismus & antidemokratische Weltanschauungen
Das IZRD bietet 2025 zum dritten Mal 20 Plätze für Fachkräfte von Berliner (Grund-)Schulen (Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen, o.Ä.) sowie der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit für den Fortbildungskurs „Kinderschutz, religiös begründeter Extremismus und antidemokratische Weltanschauungen“ an.
In acht Modulen lernen Sie, Situationen im Kontext von Radikalisierung und religiös begründetem Extremismus im Zusammenhang mit Kindeswohl und Kindeswohlgefährdungsfragen einzuordnen. Sie trainieren praxisnah, die Resilienz betroffener Kinder und Jugendlicher zu stärken und mit Erziehungsberechtigten sowie Kolleg*innen konstruktiv ins Gespräch zu gehen. Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Hilfs- und Unterstützungsangebote in Berlin bestehen und tragen anschließend als Multiplikator*innen entsprechendes Wissen in Ihr Arbeitsfeld. Das gewonnene Wissen wird in das (bestehende) Kinderschutzkonzept Ihrer Einrichtung integriert.
- Kostenfreie, berufsbegleitende Fortbildung mit insgesamt 8 Präsenzterminen in Berlin
- Blended-Learning: begleitendes E-Learning zu allen Modulen zum Selbststudium + Austauschmöglichkeiten
- Online-Fachvorträge mit Expert*innen zu spezifischen Themenwünschen (freiwillige Teilnahme)
- Insgesamt umfasst der Kurs 58 Stunden
- (Präsenzmodule: 37h + E-Learning: 21h)
- Freiwillige Online-Fachvorträge (6h)
- Anerkennung im Rahmen der Lehrkräftefortbildungsverordnung (FBLVO) durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nach erfolgreichem Abschluss möglich
- Zertifikat nach erfolgreichem Abschluss
13.05.2025 - 16.11.2025 in Berlin
Anmeldungen sind über den folgenden Link möglich:
Wissen schafft Demokratie 16/2024: Sicherheit – Schlüsselbegriff einer offenen Gesellschaft
Der Begriff „Sicherheit“ nimmt in demokratischen Gesellschaften eine zentrale, jedoch vielschichtige und oft umstrittene Rolle ein. Sicherheit wird nicht nur als Schutz vor Gefahr verstanden, sondern zunehmend auch als Garant für soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und individuelle Würde. Diese erweiterte Perspektive umfasst den Schutz vor äußeren Bedrohungen sowie die Sicherstellung grundlegender Lebensbedingungen für alle. In der gesellschaftlichen Debatte äußern sich jedoch oft konkurrierende Sicherheitsbedürfnisse, die nicht immer gleichermaßen anerkannt oder berücksichtigt werden.
In diesem Sammelband untersuchen die Autor:innen, wie unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen Sicherheit und Unsicherheit erfahren und wie diese Erfahrungen im Kontext bestehender Machtverhältnisse verhandelt werden. Dabei beleuchten die Beiträge, wie staatliche Institutionen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen mit Fragen der Sicherheit umgehen und welche alternativen Strategien entwickelt werden können, um den Schutz, die Teilhabe und die Würde aller Menschen zu gewährleisten. Der Sammelband legt einen besonderen Fokus auf die Auswirkungen struktureller Diskriminierung sowie auf die Chancen einer pluralen, offenen Gesellschaft.
Appell an die CDU für ein Recht auf Familie
Flüchtlingsrat Niedersachsen appelliert an die Abgeordneten von CDU/CSU, das Recht auf Familienleben auch für subsidiär Schutzberechtigte nicht vollständig auszuhebeln. Das im Bundestag zur Abstimmung stehende Gesetz sieht u.a. die vollständige Abschaffung des Rechts auf Familiennachzug für Personen mit subsidiärem Schutz vor. Dies soll ab dem Tag des Inkrafttretens des Gesetzes gelten. Dies würde auch Personen betreffen, deren Familien bereits seit langem auf einen Termin bei der Botschaft warten. Eine Übergangszeit ist nicht geplant.
11 Forderungen zur Bundestagswahl 2025
Jugendliche ohne Grenzen (JoG) und der Bundesfachverband Minderjährigkeit und Flucht (BuMF) präsentieren anlässlich der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 ein elf Punkte umfassendes Forderungspapier. Gemeinsam mit 13 mitzeichnenden Organisationen und Landeskoordinator*innen rufen sie darin alle demokratischen Parteien auf, sich im Wahlkampf für die Einhaltung der Kinderrechte geflüchteter Kinder und Jugendlicher einzusetzen. Sie fordern einen grundlegenden Wandel hin zu einer Asyl- und Migrationspolitik, die die Menschenrechte respektiert und die besonderen Bedürfnisse von geflüchteten Kindern und Jugendlichen berücksichtigt.
Angesichts dieser Umstände fordern die Unterzeichnenden unter anderem:
- Recht auf Asyl stärken und faire Asylverfahren gewährleisten,
- Bleiberecht statt zunehmende Abschiebungen,
- unkomplizierte Familienzusammenführungen für alle geflüchteten Menschen – auch für subsidiär Schutzberechtigte,
- Berücksichtigung der Rechte und Bedarfe geflüchteter Jugendlicher im SGB VIII,
- gleicher Zugang zu medizinischer und therapeutischer Versorgung,
- Recht auf Wohnen für junge geflüchtete Menschen und ihre Familien,
- Schluss mit der diskriminierenden Bezahlkarte.
Aufruf: Für soziale Sicherheit und gerechte Verteilung
Mit einem gemeinsamen Aufruf kritisiert ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, dem Mieterbund, Pro Asyl und Erwerbslosen-Initiativen Forderungen nach sozialen Kürzungen und verurteilt die aktuelle Stimmungsmache gegenüber schutz- und hilfebedürftigen Menschen scharf.
Der gemeinsame Aufruf geht aus vom AWO Bundesverband e.V., Deutscher Caritasverband e.V. , Diakonie Deutschland, Der Paritätische Gesamtverband, SoVD, VdK, Volkssolidarität, DGB, ver.di, IG Metall, Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen (KOS), Bündnis AufRecht bestehen, Arbeitslosenhilfe Oldenburg e.V., Tacheles e.V., Sanktionsfrei, Deutscher Mieterbund, Pro Asyl, Tafel Deutschland e.V., Zukunftsforum Familie e.V.
https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/aufruf-fuer-soziale-sicherheit/
Schutz der Bundestagswahl 2025 vor hybriden Bedrohungen und Desinformation
Die Bundestagswahl 2025 steht im Fokus hybrider Bedrohungen wie Desinformation, Cyberangriffe und Sabotage, die von ausländischen Akteuren ausgehen können. Ziel ist es, das Vertrauen in demokratische Prozesse zu schwächen. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) stellt daher Materialien als PDF-Versionen zur Verfügung, die der Information und dem Schutz der Bundestagswahl 2025 dienen sollen.
MOTRA-K #25: Extremismus/Radikalisierung/Prävention
Ziel der jährlich stattfindenden MOTRA-Konferenzen ist es, den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu befördern. Die MOTRA-K versteht sich hierbei als offenes Forum, um Beiträge aus der Radikalisierungsforschung und -prävention vorzustellen, Ideen auszutauschen und Personen sowie Institutionen miteinander zu vernetzen.
05.03.2025 - 06.03.2025, Hochschule Fresenius, Wiesbaden
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Seminar: Alltagsrassismus erkennen, reagieren, vermeiden
Betroffene berichten von alltäglichen Rassismus-Erfahrungen in Deutschland. Meist wird Rassismus jedoch nur im Zusammenhang mit Rechtsextremismus gesehen und nicht als Problem, dass in der Mitte der Gesellschaft zu verorten ist. Rassismus gilt nicht als Alltagsphänomen und Normalität in der Demokratie. Im Seminar soll für verschiedene Formen von Diskriminierung und insbesondere für Alltagsrassismus sensibilisiert werden. Darüber hinaus soll das Verhältnis zwischen individuell verantwortetem und strukturellem Rassismus thematisiert werden. Es werden Handlungsoptionen für Reaktionen auf Alltagsrassismus in Kommunikationsübungen erprobt.
29.03.2025 - Kavalleriestraße 12 40213 Düsseldorf
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Mit Kommunaler Fachberatung zu einer nachhaltigen, lokal verankerten Radikalisierungsprävention
Das Modellprojekt Kommunale Fachberatung arbeitet mit Fachkräften in Städten, Landkreisen und Gemeinden in Deutschland daran, nachhaltige Strukturen für Radikalisierungsprävention und die Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Mittels Fachberatung, Fortbildungen und kollegialer Praxisberatung unterstützt das Projekt in der Trägerschaft der Vereinigung Pestalozzi kommunale Fachkräfte dabei, passgenaue Strategien zu entwickeln und umzusetzen – von der Sensibilisierung für neue Phänomene bis hin zur Stärkung der multiprofessionellen Zusammenarbeit der für den jeweiligen Kontext relevanten Akteur:innen. Hier geben die Mitarbeitenden Einblick in ihren Arbeitsalltag.
Demokratie als Kompetenz. Ein Überblick über europäische Kompetenzrahmen aus Sicht der politischen Bildung
Kompetenzrahmen arrangieren Kompetenzen systematisch als komplexen Zusammenklang von Wissen, Fertigkeiten und Einstellungen/Haltungen. Als Instrument können Kompetenzmodelle verschiedenen Zwecken und unterschiedlichen Adressat*innen bei der Konzeption, der konkreten Planung und Umsetzung von Lernen sowie bei der Anerkennung dienen. Die Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten macht sie auch für die außerschulische Bildung interessant.
Niedersächsischer Präventionstag 2025
In 2025 feiert der Landespräventionsrat Niedersachsen sein 30 jähriges Bestehen. Dies möchte er feiern und lädt herzlich zu seiner Jubiläumsveranstaltung „Prävention verbindet: 30 Jahre Engagement im Land Niedersachsen“ ein. Dieses besondere Fest findet am 10. März 2025 im Rahmen des Niedersächsischen Präventionstages in Hannover statt.
In den letzten drei Jahrzehnten haben der LPR und seine Mitglieder sowie Partner*innen und Unterstützer*innen entscheidend dazu beigetragen, die Lebensqualität der Menschen in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern und ein sicheres Umfeld für alle Bürger*innen zu schaffen.
Der LPR lädt zu einem Tag voll anregenden Austauschs ein, zu einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit faszinierenden Vorträgen, inspirierenden Diskussionsrunden, Poetry Slam, Impro-Theater und einem Markt der Möglichkeiten.
10.03.2025 - in TheodorHeussPlatz 1-3, 30175 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Niedersächsischer Integrationspreis 2025
Mit dem Niedersächsischen Integrationspreis 2025 sollen Projekte von Initiativen, Institutionen, Vereinen, Stiftungen, Kindergärten oder Schulen prämiert werden, die sich für Bildung und Förderung sowie den Ausbau der Sprachkenntnisse von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte einsetzen.
Bewerbungsschluss: 18.02.2025
Politische Einstellungen und Präferenzen von Menschen mit familiärer Migrations- geschichte in Deutschland
Eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) untersucht die politischen Einstellungen von Menschen mit Migrationsgeschichte. Als Grundlage dienten Umfragedaten des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Demnach sind populistische Haltungen unter Menschen mit familiärer Migrationsgeschichte stärker vertreten als bei der Mehrheitsbevölkerung.
Report: Islamistisches Influencing
Islamistische Influencer sind nicht zuletzt durch ihre jugendaffinen Inhalte im Mainstream der sozialen Medien angekommen und insbesondere auf Instagram, TikTok oder YouTube erfolgreich. Indem sie Social-Media-Trends aufgreifen und jugendnah auftreten, finden sie mit ihren Inhalten bei Kindern und Jugendlichen Anklang. Auch frauen-, queer-, demokratie- und vor allem israelfeindliche Aussagen finden dabei Verbreitung und können Kinder negativ beeinflussen.
Brand New Bundestag
Brand New Bundestag (BNB) ist eine unabhängige und überparteiliche Graswurzel-Organisation, die sich für zukunftsorientierte Politik einsetzt.
Unser Ziel: Parlamente, die alle Teile unserer Gesellschaft repräsentieren sowie progressive Politik, die gemeinsam mit der Zivilgesellschaft mutige Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit findet.
Dafür unterstützen wir Menschen, insbesondere jene, die in der Politik bislang unterrepräsentiert sind, bei ihrem Weg in politische Ämter. Darüber hinaus bauen wir Brücken zwischen Zivilgesellschaft und Politik, damit die Stimmen der Bewegungen endlich stärker in politische Entscheidungsfindungen einbezogen werden.
Gemeinsam mit über Hunderten Volunteers haben wir es bereits geschafft, vier Abgeordnete erfolgreich beim Einzug in den Bundestag zu unterstützen sowie elf weitere progressive Köpfe bei ihrem Weg in unterschiedliche Landtage. Doch das soll erst der Anfang sein!
CeMAS Monitoring Bundestagswahl 2025
Im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 erwarten viele Menschen, dass ausländische und inländische Akteure Desinformationen verbreiten könnten. Aber welche Falschaussagen, welche Kampagnen können wir tatsächlich beobachten und in welchem Umfang werden Falschinformationen gepostet?
Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl 2025 hat CeMAS ein Monitoring von Desinformationen und digitalen Kampagnen vor allem auf Telegram und YouTube, aber auch auf X, TikTok und Facebook aufgesetzt. Schwerpunkte sind einerseits ausländische Einflussnahme und andererseits demokratiefeindliche Aktivitäten durch rechtsextreme Akteur:innen.
Werkstatt der Mutigen. Regionale Lösungen für bundesweite Veränderung
Deutschland ist ein Land voller Menschen, die machen: Ob Bürgermeister:in, Unternehmer:in oder Gründer:in eines Vereins – Gestalter:innen sind Menschen, die vor Ort Probleme aktiv angehen, Allianzen schmieden und ihre Region voranbringen. Sie machen vor, wie eine nahbare und lösungsorientierte politische Kultur aussehen kann. Lösungen, die sich lokal bewährt haben, können als Inspiration für parteiübergreifende Strategien auf Bundesebene dienen.
Die Allianz der Gestalter:innen ist aus dem Bündnis Vereint für Demokratie entstanden und getragen von ProjectTogether sowie vielen weiteren Partnerorganisationen. Gemeinsam verbinden wir Gestalter:innen, die Veränderung in ihren Regionen vorantreiben. Mit Formaten wie der Werkstatt der Mutigen, unterstützt von bestehenden Netzwerken und gemeinnützig getragen, schaffen wir ein neues Miteinander von Politik und Zivilgesellschaft.
In der Werkstatt der Mutigen bringen wir 100+ lokale Gestalter:innen mit Bundestagskandierenden in Berlin und bundesweit zusammen.
Gestalter:innen aus dem ganzen Land arbeiten mit Bundestagskandidierenden an parteiübergreifenden Lösungen. Was vor Ort funktioniert, kann zum Vorbild für andere Regionen werden und Inspiration für die Bundespolitik sein. Den Auftakt macht eine zentrale Veranstaltung am 29. Januar 2025 in Berlin. Zwischen dem 1. Februar 2025 und 22. Februar 2025 folgen lokale Werkstätten an vielen Orten in Deutschland.
Wir sind geflüchtet (…) aber wir haben noch Träume – Erfahrungen von junge Menschen mit Fluchtgeschichte in der Kinder- und Jugendhilfe
Die gleichwertige Versorgung in der Kinder- und Jugendhilfe ist für junge Menschen mit Fluchterfahrung gerade nicht gegeben. Ausgehend von den Erfahrungen junger Geflüchteter als Expert*innen wird diskutiert wie eine gerechte und inklusive Kinder- und Jugendhilfe gestaltet werden kann.
Jeder junge Mensch hat unveräußerliche Rechte auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§ 1 SGB VIII). Dies gilt uneingeschränkt für junge Geflüchtete, unabhängig davon, ob sie begleitet oder unbegleitet nach Deutschland eingereist sind. Das ausdifferenzierte Kinder- und Jugendhilfesystem versorgt und unterstützt alle jungen Menschen mindestens bis zum 21. Lebensjahr. Die Lebensrealität von jungen Geflüchteten in der Kinder- und Jugendhilfe sieht jedoch anders aus. Ihre Teilhabe und die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe wird immer wieder infrage gestellt – im Verlauf des Jahres 2023 haben diverse Bundesländer Erlasse und Empfehlungen zur Abweichung von Qualitätsstandards der Kinder- und Jugendhilfe bei Hilfen für unbegleitete minderjährigen Geflüchteten (umF) veröffentlicht. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die jungen Menschen und ihr Ankommen hier.
Als Beitrag zur Diskussion rückt das Forum die subjektiven Erfahrungen von jungen Geflüchteten selber in den Vordergrund und schafft Raum für praxisnahe Berichte, die verdeutlichen, was gute Kinder- und Jugendhilfe für diese Zielgruppe leistet und wie sie Teilhabe ermöglichen kann.
14.05.2025 - in Messeallee 1, Leipzig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Fortbildung: Weiterleben nach der Flucht: Geflüchtete Jugendliche in Wohneinrichtungen traumasensibel begleiten
Geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich häufig in einem traumatischen Prozess, zu dem neben den fluchtauslösenden Bedingungen und der Flucht selbst auch die Lebensbedingungen im Aufnahmeland gehören. Dabei hängt es auch von den Erfahrungen nach der Flucht ab, ob sich aus den belastenden Erfahrungen innerpsychisch Traumata ausbilden. Was können Mitarbeitende in Wohneinrichtungen beitragen, um bestmöglich inmitten potenziell traumatischer Prozesse zu unterstützen?
Inhalte der Fortbildung sind: Einblicke in die Erfahrungswelten von geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, eine Aneignung von Grundwissen zum Thema Flucht und Trauma, ein Austausch über die Un/Möglichkeiten traumapädagogischer Hilfen in Wohn-Einrichtungen, Handlungsanregungen für konkrete Probleme wie Schlafstörungen, Suizidalität und Dissoziationen. Es wird Zeit für die Relfexion von Fällen und Selbstfürsorge geben.
28.02.2025 - Marienstraße 31, 30171 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Kommunikationstraining: Professionelles Verhalten in polarisierten Debatten
Der Ton in Bürgergesprächen ist rauer geworden – sei es bei Anfragen, kommunalen Dienstleistungen oder neuen Vorhaben. Mitarbeitende in Verwaltungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen sind teilweise mit polarisierten Argumenten, emotional aufgeladenen Diskussionen und aggressivem Auftreten konfrontiert. Neu ist, dass die bewährte Strategie, die Dinge möglichst sachlich, rechtlich begründet und im jeweiligen Kontext darzustellen, oft nicht mehr greift oder die emotionale Aufwallung sogar verstärkt.
Um mit Sachargumenten durchzudringen, ist es notwendig, mit den auftretenden Affekten umgehen zu können. Affekte sind eng verwobene Gefühls- und Denkmuster, die von außen schwer einzuordnen sind. Professionelles Verhalten und eine gute Gesprächsführung brauchen neben Kompetenz in der Sache auch die Fähigkeit, emotionale Hintergründe zu verstehen und mit diesen entsprechend umgehen zu können.
Schwerpunkte:
- Auswirkungen von Emotionalisierung und Polarisierung auf gesellschaftlichen Zusammenalt
- Grundlagen von Affekt- und Konfliktlogiken
- Umgang mit Triggerpunkten
- Erkennen von Hintergründen und Motiven aggressiven Verhaltens
- Grundlagen lösungsorientierter Gesprächsführung
- Vorgehen, um in den jeweiligen Rollen situationsangemessen und professionell agieren zu können
Die Teilnehmer:innen erhalten ein Arbeitsheft mit konkreten Anleitungen und Hilfestellungen.
Zielgruppe:
- Mitarbeitende aus Kommunal- und Kreisverwaltungen
- MItarbeitende aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden mit direktem Kunden kontakt
Organisatorisches:
Gemeinsam mit der CommunAid guG bietet Pufii dazu ein zweitägiges Kommunikationstraining in Präsenz ian. Die Trainer:innen, Dorothe und Kurt Faller, sind als Mediator:innen, Organisationsberater:innen und Autor:innen seit vielen Jahren in der Beratung von Kommunen in Konflikt- und Krisensituationen tätig. Die Teilnehmergebühr beinhaltet die Verpflegung während der Veranstaltung.
Teilnehmergebühr 530 € und 430 € für DEFUS-Mitglieder und Pufii-Partner
03.04.2025 - 04.04.2025 in Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
REPCHANCE: Bausteine einer chancengerechten politischen Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Knapp 30 % der Bevölkerung haben inzwischen einen Migrationshintergrund. Doch diese Diversität spiegelt sich nur bedingt in den Parlamenten wider. Die Studie „REPCHANCE – Bausteine einer chancengerechten politischen Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte“ untersucht deshalb, wie es um die REPräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund im Bundestag, in Landtagen und kommunalen Parlamenten und um die CHANCEngerechtigkeit bezüglich parlamentarischer Präsenz und politischer Karrieren steht. Aufbauend auf quantitativen Daten und den Erkenntnissen aus qualitativen Interviews werden Empfehlungen formuliert, wie künftig mehr politische Karrieren von Menschen mit Migrationshintergrund gelingen können.
Raum für Demokratie
Es gibt zahlreiche Orte in Deutschland, an denen Menschen zusammenkommen und sich austauschen – in Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Vereinen oder auch kulturellen Einrichtungen wie Buchläden oder Kunst- und Kulturzentren. Diese und weitere Orte möchte die Bundeszentrale für politische Bildung mit Ihnen in der Zeit vor der Bundestagswahl zu "Räumen für Demokratie" machen.
Die Migrationspolitik der Rechtspopulisten in der EU
Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es in der Asyl- und Migrationspolitik europäischer Rechtspopulisten? Das analysiert das neue Policy Paper des Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM). Ein Ergebnis: Die Positionen der AfD seien zwar klar migrationsfeindlich, jedoch nicht in allen Fällen extremer als die Haltungen anderer rechtspopulistischer Parteien in Europa.
Workshopreihe: Antisemitismus professionell begegnen
»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Fallen Ihnen antisemitische Situationen in Ihrem (Arbeits-)Alltag auf?« »Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungs- oder pädagogische Fachkraft auf antisemitische Sprachhandlungen und Übergriffe professionell zu reagieren?« und »Wie können Sie Betroffene von Antisemitismus unterstützen?«. Nach dem Massaker vom 7. Oktober wird Antisemitismus offener ausgetragen – der Anstieg antisemitischer Situationen und Straftaten zeigt sich in allen Lebensbereichen und sozialen Institutionen. Die 5-teilige Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« ermöglicht den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart antisemitischer Strukturen und bietet Raum für Selbst- und Praxisreflexion. Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus im eigenen Berufsalltag. Die fünf Module finden monatlich immer mittwochs von 15.00 – 18.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.
22.01.2025 - 18.06.2025 in Lichtenberg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Expertise "Rechtsextremismus im Sport"
Die vorliegende Explorativstudie stellt eine Aktualisierung des Wissensstandes von 2009 dar. Seither ist viel geschehen: Die sozialen Medien haben enorm an Relevanz gewonnen, die extrem rechte Szene sowie der politische Diskurs in Deutschland haben sich weiterentwickelt.
Demzufolge ist es das Ziel der vorliegenden Explorativstudie, den damaligen Wissensstand zu aktualisieren und einen Überblick zu Organisationen, Strategien und Aktivitäten extrem rechter Akteure im Sport zu bieten. Hierfür wurden der Forschungsstand gesichtet, Umfragen bei Sportverbänden sowie Interviews mit Fachexperten und Fachexpertinnen durchgeführt, intensive Recherchen und Analysen zu extrem rechten Quellen betrieben.
Online-Ringvorlesung: Migration im Fokus: Mythen der Migration auf dem Prüfstand
Migration ist eines der prägendsten Phänomene unserer Zeit und beeinflusst Gesellschaften weltweit. Historisch ein Motor für Entwicklung und kulturellen Austausch, wird sie heute oft als Problem gesehen, was sich in polarisierten Debatten und Veränderungen in der politischen Landschaft zeigt.
Die digitale Ringvorlesung "Migration im Fokus" beleuchtet Dynamiken und Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch migrationsbedingte Herausforderungen in Bezug auf die Gesellschaft und die öffentliche Verwaltung. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis zu fördern und zu einer sachlicheren Auseinandersetzung beizutragen.
Vor diesem Hintergrund finden ab Januar 2025 einmal im Monat Veranstaltungen statt, die sich mit Teilaspekten des Themas Migration beschäftigen. Es handelt sich um ein Angebot des Netzwerks Weltoffene Hochschulen, des Instituts für Polizei- und Kriminalwissenschaften (IPK) und des Instituts für Geschichte und Ethik (IGE).
14.01.2025 - 02.06.2025, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Online-Fortbildung: Aufenthaltssicherung außerhalb des Asylverfahrens (humanitäre Aufenthaltserlaubnisse)
Die fachkundige Unterstützung von begleiteten und unbegleiteten minderjährigen Ausländer:innen ist sowohl in der Kinder- und Jugendhilfe als auch im asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren ein entscheidender Faktor für das Gelingen einer erfolgreichen Integration.
Das Aufenthaltsgesetz bietet auch außerhalb des Asylverfahrens vielfältige Möglichkeiten, den Aufenthalt von jungen Geflüchteten zu sichern. Teil 4 der Fortbildungsreihe legt den Fokus auf die verschiedenen Aufenthaltserlaubnisse, die nach einem negativ beendeten oder anstatt eines Asylverfahrens für minderjährige Ausländer in Betracht kommen könnten. Dabei wird praxisnah und verständlich auf die jeweiligen Erteilungsvoraussetzungen eingegangen.
20.03.2025 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Smells Like Teen Spirit: Bausteine und Methoden für die Jugendkulturarbeit
Das neue Handbuch stellt den Ansatz der Jugendkulturarbeit ausführlich vor: Es geht auf die Geschichte von Konzepten wie „Jugend“ und „Jugendkultur“ ein ebenso wie auf historische Jugendkulturen, die für die Arbeit mit Jugendlichen interessant sein können. Vor allem aber präsentiert das Handbuch über 30 ausgewählte und erprobte Methoden.
Abschlusstagung: Ressentiment als affektive Grundlage von Radikalisierung
„Ressentiment“ bezeichnet die Verfestigung eines Gefühls der Kränkung, das negative soziale Erfahrungen hypostasiert, positive Erfahrungen hingegen entwertet. Kränkungsgefühle dieser Art können dauerhaft zu negativen Einstellungen gegenüber der sozialen Umwelt beitragen. Ein positives Selbstbild kann dann oft nur noch durch Abwertung derjenigen, von denen man sich herabgesetzt fühlt, aufgebaut werden. Verfestigen sich derartige Gefühle der Unterlegenheit und führen sie zu einer Haltung der fortgesetzten Selbstbehauptung und Empörung und gehen sie gleichzeitig mit einem Mangel an Selbstkritik und Lernbereitschaft einher, ist von einer durch Ressentiment geprägten Affektlage zu sprechen.
Das Forschungsprojekt hat in den letzten vier Jahren untersucht, inwieweit derartige ressentimentale Affektlagen einen Nährboden für Polarisierungs- und Radikalisierungsprozessen unter Muslim:innen in Deutschland bilden können. In zwei qualitativen Teilprojekten wurden über 160 leitfadengestützte Interviews mit Muslim:innen in türkisch- und arabischstämmigen Milieus geführt. In die Befragung des quantitativen Teilprojekts waren 1.887 Muslim:innen einbezogen.
Mit der Abschlusstagung will der Veranstalter die Forschungsergebnisse der einzelnen Teilprojekte sowie übergreifende Überlegungen vorstellen. Über diese Befunde will der Veranstalter mit Wissenschaftler:innen, die zu ähnlichen Themen arbeiten und mit Praktiker:innen aus der Integrationsarbeit und Gewaltprävention ins Gespräch kommen, um die wissenschaftliche Diskussion voranzubringen und Implikationen für die Radikalisierungsprävention aufzuzeigen.
13.02.2025 - 14.02.2025 in Johannisstraße 8-10, HS KTHI, Münster
Wietere Informationen sowie zur Anmeldung:
Der globale Konflikt im Klassenzimmer (GKiK)
Seit den Ereignissen des 7. Oktober 2023 hat der Nahostkonflikt auf der ganzen Welt Eingang in unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbereiche gefunden. Die Schule ist einer dieser Räume, in denen mitunter tiefe Gräben zwischen den Schüler:innen und Lehrer:innen entstehen können, die aufgrund von Unkenntnis der Sachlage und vor dem Hintergrund der eigenen Herkunft und religiösen Sozialisation zum Teil emotional aufgeladen werden. In diesem Zusammenhang kann es zur Revitalisierung antisemitischer und antimuslimischer Vorurteile und Stereotype kommen, die zu Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen im Klassenzimmer führen können.
Das Haus der Religionen befasst sich deshalb mit den Themen Antisemitismus, anti-muslimischer Rassismus und Nahost-Konflikt sowie dessen Auswirkungen auf Schüler:innen und Lehrer:innen in Niedersachsen mit ihrem Pilotprojekt „Der globale Konflikt im Klassenzimmer (GKiK)“. Gefördert wird das Projekt von der Abteilung Politische Bildung des Niedersächsischen Kultusministeriums (MK).
Fachtagung: Der globale Konflikt im Klassenzimmer
Seit den Ereignissen des 7. Oktober 2023 hat der Nahostkonflikt auf der ganzen Welt Eingang in unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbereiche gefunden. Die Schule ist einer dieser Räume, in denen mitunter tiefe Gräben zwischen den Schüler:innen und Lehrer:innen entstehen können, die aufgrund von Unkenntnis der Sachlage und vor dem Hintergrund der eigenen Herkunft und religiösen Sozialisation zum Teil emotional aufgeladen werden. In diesem Zusammenhang kann es zur Revitalisierung antisemitischer und anti-muslimischer Vorurteile und Stereotype kommen, die zu Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen im Klassenzimmer führen können.
Das Haus der Religionen lädt Sie deshalb zur Fachveranstaltung "Der globale Konflikt im Klassenzimmer" (GKiK) am 17. und 18. Januar 2025 ein, die sich explizit an den Bedürfnissen von Lehrer:innen orientiert. Mit Hilfe namhafter Expert:innen werden der Nahostkonflikt und dessen Auswirkungen sowie damit korrespondierende Themen wie Antisemitismus und anti-muslimischer Rassismus sowohl aus der wissenschaftlichen als auch aus der praxisbezogenen Perspektive vorgestellt. Die Lehrkräfte erhalten hierdurch einen guten Überblick über diese Themenfelder und können zugleich in den direkten Austausch mit den Fachleuten treten.
17.01.2025 - 18.01.2025, Böhmerstraße 8, 30173 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Die Stärkung von Kinderrechten: Beschwerdewege für Kinder in Unterkünften für geflüchtete Menschen
Diese wissenschaftliche Expertise richtet sich an Entscheidungsträger:innen und Fachkräfte aus Unterkünften und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich dafür interessieren, warum diversitätssensible und kindgerechte Beschwerdemechanismen in Unterkünften für geflüchtete Menschen dringend notwendig sind. Sie bietet eine umfassende Analyse der Lebensbedingungen von geflüchteten Kindern, die in Deutschland in Unterkünften leben. Außerdem identifiziert die Expertise zentrale Herausforderungen und Notwendigkeiten für die Implementierung kindgerechter Beschwerdemechanismen.
Fortbildung: Let’s connect: Rassismuskritik, Antisemitismuskritik, Empowerment
Wie kann ich Menschen in meiner Einrichtung, die Rassismus und/oder Antisemitismus erfahren, am besten unterstützen?
Was bedeuten Antisemitismus und Rassismus überhaupt? Wie hängen sie zusammen, wie unterscheiden sie sich? Inwiefern hängen sie auch mit sozialen Ungleichheiten im Kapitalismus zusammen?
Wie können wir uns als Betroffene von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt gegenseitig unterstützen und empowern?
Was tue ich, wenn ich die Rückmeldung bekomme, dass ich mich (unbewusst) rassistisch oder antisemitisch geäußert habe?
Wie lassen sich institutioneller Rassismus und Antisemitismus am Arbeitsplatz nachhaltig abbauen?
Dies sind einige der zentralen Fragen, denen wir uns widmen werden. In allen Modulen behandeln wir sowohl Grundlagen als auch aktuelle gesellschaftliche Debatten. Eine wichtige Rolle spielt das Reflektieren eigener Bezüge und Emotionen zu Rassismus und Antisemitismus.
Vorläufiger Ablauf
- Modul I: Rassismus als alltägliches, strukturelles und globales Problem (21.02.-23.02.2025)
- Modul II: Antisemitismus als alltägliches, strukturelles und globales Problem (23.05.-25.05.2025)
- Modul III: Getrennte Räume für Empowerment und für kritische Reflexion von weiß-Deutsch- und nicht-Jüdisch-Sein (13.06.-15.06.2025)
- Modul IV: Von der Reflexion in die Praxis und zurück (22.08.-24.08.2025)
Die Module bauen aufeinander auf. Sie sind nur zusammen buchbar. Zwischen den Modulen ist das Arbeiten in Peer-Gruppen vorgesehen.
21.02.2025 - 24.08.2025, Weg zum Krähenberg 33a, 28201 Bremen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
KN:IX talks: Zwischen Identität und Religion: Der Phänomenbereich türkischer Ultranationalismus als Herausforderung für die Präventionsarbeit
In dieser Folge sprechen die Kolleginnen von Violence Prevention Network mit Derya Buğur über die Entstehung und spezifischen Merkmale des Phänomenbereichs türkischer Ultranationalismus in Abgrenzung zu anderen extremistischen Phänomenbereichen.
Radikalisierung durch Verschwörungstheorien. Zum Umgang mit einem demokratiegefährdenden Phänomen
Videopodcast Herausforderung antiosteuropäischer Rassismus
Wie ist die Entstehung von Antislawismus zu erklären? Wie wirken sich Vorurteile und Ressentiments auf verschiedene Betroffenengruppen aus? Und: Was können wir gegen Antislawismus tun? Darüber diskutierten Fachleute aus Politik und Wissenschaft in Berlin bei der Konferenz „Antiosteuropäischer Rassismus". Der Podcast wurde dabei live aufgenommen.
Engagiert und diskriminiert – diese Hürden gibt es beim Zugang zu Engagement
Forschende des DeZIM-Instituts haben am neuen Engagementbericht der Bundesregierung mitgewirkt. Und der zeigt: Wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund einbringen, bleibt das oft unsichtbar.
Wünschen sich deutsche Wähler:innen einen Politiker wie Trump?
Die erneute Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten sorgte global für Entsetzen. Im Wahlkampf war der Kandidat der Republikaner immer wieder durch seine radikalen, menschenfeindlichen Aussagen aufgefallen. Auch das „Project 2025“ ließ die Sorgen wachsen, wie sehr seine erneute Präsidentschaft der US-amerikanischen Demokratie substanziellen Schaden zufügen wird. Diese politischen Entwicklungen werfen die Frage auf, welchen Resonanzraum Politiker:innen wie Donald Trump in Deutschland haben. Im Auftrag von CeMAS hat das Meinungsforschungsinstitut forsa eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage durchgeführt, um die Unterstützung eines Politikstils von Donald Trump in Deutschland abzufragen.
Integrationsbarometer 2024
Das SVR-Integrationsbarometer 2024 bildet das Integrationsklima in der Einwanderungsgesellschaft ab und erhebt Einschätzungen und Einstellungen zu integrations- und migrationsspezifischen Themen. Die fünfte bundesweite Erhebung mit über 15.000 Befragten ist sowohl auf Bundesebene als auch auf Länderebene repräsentativ für die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund, auf Bundesebene auch für die verschiedenen Herkunftsgruppen.
BAG RelEx Stellenausschreibungen: Referent*in sowie Studentische Mitarbeiter*innen
Für das europäische Projekt „Shielded“ sucht BAGRelEx zum 01. März 2025 eine*n Referent*in (m/d/w, Teilzeit angelehnt an TVöD E 12) als Verstärkung für ihr Team in Berlin. Des Weiteren werden zum 01. Februar 2025 zwei studentische Mitarbeiter*innen (m/w/d, 20h pro Woche) gesucht.
Online-Fortbildung: Junge geflüchtete Menschen gut in die Ausbildung begleiten
In der Online-Fortbildung “Junge geflüchtete Menschen gut in die Ausbildung begleiten” erfahren Sie, wie Sie geflüchtete Jugendliche erfolgreich auf ihrem Weg in die Ausbildung unterstützen können. Wir beleuchten die Hürden und Barrieren, die dem Einstieg in die Ausbildung entgegenstehen, und zeigen auf, wie Sie diese überwinden können. Darüber hinaus werden die Vorteile und Chancen einer Ausbildung – von Karrierechancen bis zu Verdienstmöglichkeiten – verdeutlicht. Sie erhalten einen Überblick über den Ausbildungsmarkt in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern sowie hilfreiche Tools für die Ausbildungsplatzsuche. Auch Unterstützungs- und Beratungsangebote vor und während der Ausbildung werden thematisiert. Ein spezielles Modul zur Aufenthaltssicherung für Minderjährige und junge Erwachsene gibt Ihnen wertvolle rechtliche Informationen an die Hand. Im interaktiven Teil arbeiten wir gemeinsam an konkreten Fallbeispielen und tauschen uns über praxisorientierte Lösungen aus.
15.01.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Online-Grundlagenschulung: Grundlagenschulung für die Arbeit mit (un)begleiteten geflüchteten Kindern und Jugendlichen
Die Schulung richtet sich an angehende Fachkräfte und Fachkräfte, die neu in die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen eingestiegen sind oder einsteigen.
Qualifizierung, Austausch und Reflexionen zur eigenen Arbeitshaltung sind in dem Arbeitsbereich unerlässlich. Die Grundlagenschulung vermittelt praxisnah jugendhilferechtliche und asyl- und aufenthaltsrechtliche Grundlagen, Informationen zu Vormundschaft und ihrer Rolle im Asylsystem sowie zur Begleitung und Übergangsgestaltung von und mit jungen volljährigen Geflüchteten. Neben den Schulungsinhalten wird es Raum für interaktiven Austausch und zur Reflexion der Herausforderungen und Haltungen im Arbeitsalltag geben.
09.01.2025 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Online-Fortbildung: Schutzkonzeptentwicklung für zivilgesellschaftliche Organisationen
Sind Sie von digitaler Gewalt betroffen? In dieser Veranstaltung werden konkrete Maßnahmen vorgestellt, die Organisationen bei der Prävention unterstützen, den Umgang mit Hatespeech verbessern und Betroffenen den Zugang zu Unterstützungsangeboten erleichtern. Das Angebot richtet sich an Menschen aus Niedersachsen, vornehmlich an pädagogische Fachkräfte und zivilgesellschaftlich Engagierte. Die Veranstaltung findet von 16:00 bis 19:00 Uhr auf Zoom statt.
12.12.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
7. #GegenHassimNetz-Bericht
ZARA informiert im #GegenHassimNetz-Bericht alljährlich über die Meldungen von Online Hass und Hetze sowie Cyber-Mobbing und Cyber-Stalking. Der Bericht gibt anhand von Datenanalysen Einblicke in die aktuellen Entwicklungen des Phänomens Hass im Netz sowie Empfehlungen für die Gesellschaft, politische Verantwortungsträger*innen und Plattformen.
Podcast-Reihe „Zeitdiagnosen zu Antisemitismus und Rechtsextremismus“
Der Podcast analysiert gemeinsam mit verschiedenen Expert_innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft aktuelle Entwicklungen im Feld von Rechtsextremismus und Antisemitismus. Er geht dabei sowohl auf die einzelnen Akteur_innen, Gruppen und ihre Verbindungen sowie die zugrunde liegenden Ideologien ein. Außerdem bespricht er zukünftige Perspektiven und Handlungsoptionen.
Jahresrückblick 2024: Wie die AfD und ihre rechtsextremen Netzwerke die Demokratie angreifen. Wo Gegenwehr wirkt.
Wie hat sich die extreme Rechte 2024 entwickelt? Welche Verbindungen hat die AfD zu anderen extrem rechten Gruppen? Vor welchen Herausforderungen stand die demokratische Zivilgesellschaft? Und was hat sie unternommen, um Rechtsextremismus die Stirn zu bieten? Der Jahresrückblick des Bundesverbandes zeigt:
- Die extreme Rechte ist in der Offensive: Die AfD ist im Osten stärkste bzw. zweitstärkste Kraft, konnte auch im Westen ihren Einfluss ausbauen und fungiert als Triebkraft für die gesamte extreme Rechte. Demokratische Parteien haben sich Forderungen der AfD zu eigen gemacht und rechtsextreme Diskurse in großen Schritten weiter normalisiert. Unter Jugendlichen gibt es ein neues rechtes Selbstbewusstsein.
- Die AfD ist zur parlamentarischen Säule eines großen antidemokratischen Netzwerks geworden, das die politische Landschaft umbauen will. Politiker*innen der AfD waren 2024 am rechtsextremen, inzwischen umbenannten „Institut für Staatspolitik“ zu Gast, sie haben Veranstaltungen für ihr „politisches Vorfeld“ organisiert und mit Neonazis die Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte geplant.
- Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen, sind entmutigt und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Ihre Forderungen finden politisch kein Gehör, rechte Bedrohungen gehören für viele zum Alltag. Unzählige Engagierte sind in Angst: um ihre eigene Sicherheit und um die Demokratie.
- Trotz der Belastungen haben zivilgesellschaftliche Akteur*innen Gegenwehr geleistet: Sie sind auf die Straße gegangen und haben mit den Großprotesten Anfang des Jahres Hoffnung geweckt. Sie haben neue Bündnisse gegründet und mit Aufklärungsarbeit erreicht, dass die extreme Rechte mitunter weniger Spielraum hatte. Einige sehen den Rechtsruck als Ansporn, gerade jetzt Position zu beziehen. Doch die Engagierten brauchen dringend mehr Unterstützung.
Blindcast – Der Videopodcast
In der neuen Videopodcast-Reihe „Blindcast“ tauschen sich zwei Menschen aus, die sich vorher noch nie gesehen haben. Dabei ist das Ziel, mehr Menschlichkeit in den Diskurs zu bringen und trotzdem über heikle Themen zu sprechen.
In der ersten Folge trafen der deutsch-palästinensische Comedian und Aktivist Abdul Kader Chahin und die Aktivistin, Publizistin und Präsidentin der jüdischen Studierendenunion Deutschland Hanna Veiler zusammen. Sie sprechen über den Nahostkonflikt und die Frage: Wie wirkt er sich auf die deutsche Gesellschaft und das Zusammenleben aus?
WeltRisikoBericht 2024: Dringender Handlungsbedarf in Zeiten multipler Krisen
Der WeltRisikoBericht 2024 ruft zu neuen Strategien in der Krisenprävention und im Risikomanagement auf. Unter dem Fokus „Multiple Krisen“ verdeutlicht der Bericht eindrücklich, wie Klimawandel, geopolitische Konflikte und Gesundheitskrisen eng miteinander verknüpft sind und welche weitreichenden Folgen diese Krisen für die globale Sicherheit und Entwicklung haben.
Schulung: Flucht, Asyl, (Aus-)Bildung und Arbeit
Thüringen nimmt rund 2,7 % aller Asylsuchenden in Deutschland auf, darunter viele junge Menschen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Nigeria und der Türkei. Eine große Zahl der Geflüchteten wird für eine unbestimmte Zeit und dauerhaft bleiben, weil in ihren Heimatländern anhaltend Krieg und politische Verfolgung drohen. Damit verbunden ist die Frage, wie eine Integration in die Gesellschaft und in Schule/Ausbildung gelingen kann.
Seminarinhalte:
- Rahmenbedingungen und Fakten zur Situation von Geflüchteten in Deutschland und Thüringen
- Status: Aufenthaltstitel, Duldungsvarianten
- Arbeitsmarktzugang für Menschen mit Gestattung, Duldung und Aufenthaltserlaubnis
- Fördermöglichkeiten AsylbLG/SBG III und SGB III
- Bleibeperspektiven, insbesondere Neuerungen durch das Chancenaufenthaltsrechtsgesetz
- Der Chancenaufenthalt in Thüringen
12.02.2025 - Linderbacher Weg 30 99099 Erfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Broschüre: Popkultur von rechts
Hippe Sneaker auf Nazi-Demos. Memes als rechtsextreme Provokation. Ein Pop-Hit als rassistischer Ohrwurm … Popkultur ist ein wichtiges Feld für die extreme Rechte. Kulturelle Produkte und Symbole werden ideologisch aufgeladen, um Gemeinschaft herzustellen und Interessierte anzuwerben. Die popkulturelle Verpackung ermöglicht es, menschenfeindliche Inhalte auch jenseits der Politik zu verankern.
Programm Neulandgewinner
Neulandgewinner, das sind Menschen, die selbst anpacken, um ihre Heimat zu einem Ort zu machen, an dem sie gerne leben. Menschen, die sich entschieden haben von Zuschauern zu Machern zu werden. Neulandgewinner ist darüber hinaus ein Förderprogramm des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. und des Neuland gewinnen e.V.
BumF-Herbsttagung: Arbeit mit jungen Geflüchteten in Zeiten des Rechtsrucks
Jetzt erst recht ist es entscheidend, allen Widerständen zum Trotz parteiisch an der Seite junger Geflüchteter zu stehen und dafür einzutreten, dass sie die gleichen Rechte erhalten wie alle anderen jungen Menschen auch: Auf europäischer Ebene wird mit der GEAS-Reform das individuelle Recht auf Asyl de facto abgeschafft. Wie auch in anderen Teilen Europas eilt in Deutschland eine extrem rechte Partei von Wahlsieg zu Wahlsieg. Gleichzeitig versuchte eine Bundesregierung, die als „Fortschrittskoalition“ angetreten war, diese Partei einzudämmen, indem sie ihre rassistischen Forderungen übernahm. Immer restriktivere Gesetze, immer weniger Ressourcen für die Unterstützung und Versorgung, sowie Anstieg der Rassismuserfahrungen junger Menschen sind gesellschaftliche Realität. Wir wollen mit unserer Tagung Impulse setzen und stärken um gemeinsam auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu sein. Jetzt erst recht!
11.12.2024 - 13.12.2024 in Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung: