Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

11.01.2019

Niedersächsischen Integrationspreis 2019

In diesem Jahr wird der Niedersächsische Integrationspreis zum Thema „Integration in Bewegung – Flüchtlinge mitten im Sport, mitten im Leben“ ausgeschrieben.

Damit möchte das Land Niedersachsen engagierte Menschen und nachhaltige Projekte oder Maßnahmen auszeichnen, die sich in besonderer Weise im Integrationsprozess mit sportlichen Initiativen hervorheben. Initiativen, Vereine, Verbände, Institutionen oder Initiativen, die geflüchtete Menschen oder andere Zugewanderte bei der Integration in den Sport unterstützen und innovative Ideen umgesetzt haben, sind angesprochen. Deren Engagement soll durch den „Niedersächsischen Integrationspreis 2019 - Integration in Bewegung – Flüchtlinge mitten im Sport, mitten im Leben“ gewürdigt werden.

 


10.01.2019

Take Care! – Werde Pfleger*in

Jobmesse für Geflüchtete

In Pflegeheimen und in Krankenhäusern fehlen viele Hilfs- und Fachkräfte. Um mehr Flüchtlinge für Gesundheitsberufe zu gewinnen, veranstalten die Bleiberechts-Netzwerke "Bridge" am 14. Januar ab 10 Uhr in Berlin die Jobmesse "Take Care – werde Pfleger*in".


09.01.2019

Fachtagung: 10 Jahre ESF geförderte Programme für Flüchtlinge

Fachtagung der niedersächsischen IvAF-Verbünde AZF III, FairBleib, Netwin3 und TAF sowie des Bremer Verbundes BIN zu 10 Jahren Erfahrungen in der Integration und Vermittlung von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit.

Auf dieser Veranstaltung werden Herausforderungen und Erfahrungen in der Arbeitswelt bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit, Ausbildung und Qualifizierung gesammelt, ausgetauscht und kritisch diskutiert. Beiträge aus Politik, Verbänden und Wissenschaft werden ergänzt von Inputs aus der Praxis, um zu einer produktiven Gesamtschau zu kommen. Die Tagung wird somit von Inputs, aber auch genug Zeit für Austausch und Diskussion geprägt sein. Eingeladen sind Alltagsexpert/innen genauso wie jene aus Politik, Wissenschaft und Verbänden.

Das Vorläufige Tagungsprogramm:

Zur Anmeldung:


09.01.2019

Arbeitshilfe: Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge

Die vorliegende Arbeitshilfe soll bei der Klärung der verschiedenen aufenthaltsrechtlichen Perspektiven weitergewanderter Menschen unterstützen und richtet sich insbesondere an Berater*innen der Flüchtlings- und Migrationsberatungsstellen.

In der politischen Diskussion gewinnt die so genannte „irreguläre Sekundärmigration“ zunehmend an Bedeutung. Gemeint ist hiermit meist die Weiterwanderung von Menschen, für die nach der Dublin-III-Verordnung die Zuständigkeit eines anderen Mitgliedstaates – meist eines Staates an den EU-Außengrenzen – vorliegt. In der täglichen Beratungs-Praxis kommen jedoch nicht nur Menschen an, die in einem anderen europäischen Mitgliedstaat einen Asylantrag gestellt haben oder nach der Dublin-III-Verordnung hätten stellen müssen, sondern zunehmend auch Menschen, die in einem anderen Mitgliedstaat bereits als international Schutzsuchende anerkannt sind oder aus anderen Gründen einen nationalen Aufenthaltstitel erlangt haben und nun ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen wollen. 

Zwar können diese Personen in der Regel visumsfrei nach Deutschland einreisen und sich hier zu Besuchszwecken bis zu 3 Monate lang aufhalten, aber was passiert, wenn sie sich dauerhaft in Deutschland aufhalten wollen? Handelt es sich hierbei zwangsläufig um eine „irreguläre Sekundärmigration“, die schnellstmöglich beendet werden muss? Oder gibt es Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung – und falls ja, welche? Die Antwort auf diese Fragen ist oft schwierig, denn selbst eine Flüchtlings-Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat führt nicht dazu, dass auch in Deutschland ein Aufenthaltstitel erteilt werden muss. Sie führt aber genauso wenig dazu, dass der Aufenthalt in Deutschland automatisch „irregulär“ ist. Vielmehr muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft werden, ob es eine Gesetzesgrundlage für die Erteilung eines in Deutschland gültigen Aufenthaltstitels gibt.

 


08.01.2019

Broschüre: Woher kommen die Flüchtlinge?

Sechs Broschüren stellen die Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge vor. Sie erklären, wie die heutigen Konflikte entstanden, wer darunter leidet und warum viele fliehen. Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Eritrea und Somalia stehen seit langem weit oben in der internationalen Statistik der Flüchtlingshilfe. In den Heften wird auch die Anerkennungspraxis des BAMF der letzten Jahre nachgezeichnet.


07.01.2019

Wie gelingt der soziale Aufstieg von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte?

Welche Aufstiegschancen haben Kinder aus eingewanderten Familien? Vor welchen Hürden stehen sie? Das haben Forscher der Universität Osnabrück untersucht und präsentieren ihre Ergebnisse im vorliegenden Buch.

Erfolgreiche Karrieren werden von Kindern aus Einwandererfamilien nur selten erwartet. Auch für die Kinder der sogenannten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter waren sie weder wahrscheinlich noch vorgesehen. Trotzdem haben viele von ihnen den sozialen Aufstieg geschafft, einige sogar den Weg bis in Spitzenpositionen in der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst. Sie sind Pioniere einer lange überfälligen Öffnung der Gesellschaft und ihrer Führungsetagen. Auf der Basis von zahlreichen Interviews zeichnet das Buch die Wege dieser Pioniere nach: Sie führten sie durch ein äußerst selektives Bildungssystem, hinein in Berufe, in denen ihre ethnische, aber auch ihre soziale Herkunft noch immer alles andere als selbstverständlich sind. Welche Hindernisse mussten sie überwinden und was hat ihren Erfolg möglich gemacht? Was können wir aus ihren Werdegängen für zukünftige soziale Aufstiege in der Einwanderungsgesellschaft lernen?


07.01.2019

Online-Umfrage „Fachkompetenz und Unterstützungsbedarf von Mitarbeiter*innen der Geflüchtetenhilfe“

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden Mitarbeiter*innen im direkten Betreuungskontakt mit Geflüchteten in Aufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften und anderen Einrichtungen befragt, wie sie ihre persönliche Fachkompetenz einschätzen und ob bzw. in welchen Bereichen sie Unterstützungsbedarf hinsichtlich der besonderen Herausforderungen ihres Arbeitsfeldes sehen.

Die Bearbeitung des Fragebogens wird bis zum 07.02.2019 möglich sein, online erfolgen und ca. 10-15 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Der Fragebogen kann jederzeit verlassen und die eingegebenen Daten gelöscht werden. Außerdem ist es möglich, den Fragebogen zu unterbrechen, zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt fortzuführen.

Die Daten werden selbstverständlich anonym behandelt und es werden keine Daten erhoben, die eine Identifikation Ihrer Person, Einrichtung oder der Kommune, in der Sie arbeiten, ermöglichen.


04.01.2019

Informations- und Diskussionsveranstaltung „Roma in Deutschland – zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“

Seit Jahrhunderten leben Roma in Deutschland. Sie gehören ebenso wie deutsche Sinti zu den vier in Deutschland anerkannten Minderheiten. Oft wahrgenommen als Balkanflüchtlinge handelt es sich bei den neu zugewanderten Roma hauptsächlich um Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus EU-Staaten.

Roma waren und sind massiv von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen. Doch was wissen wir wirklich? Wie sieht die Realität in Vergangenheit und Gegenwart aus? Welche Wege gibt es, die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung sowie die Partizipationsmöglichkeiten von Romafamilien in Thüringen zu erhöhen?

Ergänzt wird die Veranstaltung durch die Vorstellung des 2017 gegründeten Landesverbandes der Roma Thüringens: RomnoKher Thüringen e.V.

In einem anschließenden ExpertInnengespräch mit ausgewählten Gästen, die jeweils einen besonderen Bezug zum Thema haben, wird Zeit für weiterführende oder vertiefende Fragen und Diskussion sein.


04.01.2019

Prävention & Integration

Ausgewählte Beiträge des 22. Deutschen Präventionstages

Am 19. und 20. Juni 2017 fand unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen  Ministerpräsidenten Stephan Weil der 22. Deutsche Präventionstag statt. Der Kongress wird in diesem Buch mit einigen zentralen Vorträgen, zusammenfassenden Beiträgen sowie der Kongressevaluation dokumentiert.


03.01.2019

Interview: Migranten helfen Migranten

Interview mit dem Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland

Zum Internationalen Tag der Migranten erläutert Geschäftsführer Mamad Mohamad, wie der Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland e. V. (DaMOst) mit Hilfe der Strukturförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in Ostdeutschland stärkt.

Zum ausführlichen Interview:

 


03.01.2019

Migration und Populismus

MIDEM Jahresbericht 2018

Flucht und Migration gab es schon immer. Sie sind nichts Neues. Doch ihre Dynamik und vor allem ihre Wahrnehmung  haben  sich stark gewandelt. Im vorliegenden Jahresbericht des Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM) wird deshalb der Frage nachgegangen, ob Migration den Populismus in Europa verursacht bzw. befördert hat.


02.01.2019

Best-Practice Leitfaden “Veranstaltungen mit Geflüchteten”

Die BUNDjugend NRW und der BUND NRW haben auf Basis ihrer Erfahrungen und bisher bestehender Formate zur Arbeit mit Geflüchteten einen Best-Practice Leitfaden erstellt.

Er gibt Tipps, worauf bei Veranstaltungen mit Geflüchteten geachtet werden muss, welche Ziele angestrebt werden können, welche organisatorischen Punkte es zu beachten gilt und an welchen Stellen besondere Sensibilität gefragt ist. Von Exkursionen mit Geflüchteten in die Natur über gemeinsame Kochabende bis zu Repair-Cafes werden verschiedene Veranstaltungsformate vorgeschlagen und anhand von Beispielen dargestellt.

Die Geflüchteten aktiv in die Zivilgesellschaft einzubinden und mit ihnen anstatt für sie zu arbeiten, trägt zu einem gegenseitigem Perspektivwechsel bei und fördert ein solidarisches Miteinander.


02.01.2019

Integration zum Download

Wie kaufe ich ein? Was muss ich sagen, wenn ich ein Bahnticket kaufen möchte? Wer hilft mir bei einem Notfall? Und was bitte ist ein Pfandsystem? Was für uns selbstverständlich ist, ist für geflüchtete Menschen oft vollkommen verwirrend. Ein Freiwilligenprojekt der Fachschaft Deutsch als Fremdsprache an der LMU hat letztes Jahr unter der Leitung von Professor Jörg Roche den Leitfaden „Lernen – Lehren – Helfen“ entwickelt. Diesen gibt es jetzt mit NAVI-D auch als App zum Download.

Um sich auf die wirklich praxisrelevanten Fragen zu konzentrieren, wurden bei der Aufbereitung Helferkreise für Flüchtlinge miteinbezogen. Sie haben den Leitfaden vor dem Druck auch einem Realitätscheck unterzogen. Herausgekommen ist „Lernen – Lehren – Helfen“ mit insgesamt zehn Kapiteln zu relevanten Themen wie Wohnen, Einkaufen, Arbeit oder Mobilität, um in Deutschland zurechtzukommen. Außerdem finden sich im Leitfaden Vermittlungshinweise für Helferinnen und Helfer, situativ eingebettete Redemittel, abwechslungsreiche Verstehensübungen und Informationen zu weiterführenden Materialien, Links, Literaturhinweisen und Fortbildungsangeboten. Eine Mischung aus Sprachkursen und Bildmaterial.

NAVI-D ist deutschlandweit kostenfrei downloadbar und durch die Offline-Funktion immer und überall einsatzfähig: im Kurs, im Alltag, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Wartezimmer oder auch in der Schlange im Supermarkt. Die App navigiert Zuwanderer geschickt und niedrigschwellig durch den Alltag


01.01.2019

Sach wat! Tacheles für Toleranz

Das Projekt "Sach wat! Tacheles für Toleranz" geht in die zweite Runde. Wie schon beim ersten Mal veranstalten die Caritas verschiedene kostenlose Fortbildungen für Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten: Tages-Workshops zu verschiedenen Themen gegen Diskriminierung und auch wieder die beliebten Kneipenabende gegen Stammtischparolen.


28.12.2018

Studie: "Bürgersinn in der Einwanderungsgesellschaft"

Was verstehen Menschen in Deutschland unter einem guten Bürger? Und wie unterscheidet sich dieses Verständnis innerhalb unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen? Diese Fragen thematisiert eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Befragung zeigt, dass die in Deutschland lebenden Menschen sehr ähnliche Vorstellungen davon haben, was die Regeln des Zusammenlebens angeht – unabhängig davon, ob sie einen Migrationshintergrund haben. Alter und Wohnort seien bei der Befragung ausschlaggebender gewesen als ethnische Herkunft und Geschlecht.


27.12.2018

Widerruf und Rücknahme des Schutzstatus. Ringvorlesung im Flüchtlingsrecht

Seit ihrer Gründung führt die Refugee Law Clinic Hannover eine Ringvorlesung zum Migrations- und Flüchtlingsrecht durch. Darin erläutern wechselnde Dozent*innen die aktuellen Themen und bieten Einblicke in die asylrechtliche Praxis. Die Ringvorlesung ist dabei Teil unseres Fortbildungskonzepts und dient den Berater*innen zur Auffrischung und Vertiefung ihrer bisherigen Kenntnisse. Die Ringvorlesung richtet sich aber auch immer an ein interessiertes Fachpublikum. Sie sind herzlich willkommen!

Constantin Hruschka ist Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik und beschäftigt sich seit Jahren mit asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragestellungen. In seinem Vortrag wird er den Widerruf und die Rücknahme des Schutzstatus betrachten. Denn es ist davon auszugehen, dass das BAMF in der Zukunft vermehrt derartige Verwaltungsakte erlassen wird und damit der Aufenthalt in Deutschland gefährdet ist.

Die Veranstaltungen finden alle auf dem „Conti-Campus“ der Leibniz Universität Hannover (Königsworther Platz 1, 30167 Hannover) statt. Raum 1209 (12. Etage) im Conti-Hochhaus (Gebäude 1502).


27.12.2018

Dokumentation: Geflüchtete Familien und Frühe Hilfen

Frühe Hilfen für geflüchtete Familien sind ein aktuelles und sehr dynamisches Praxisfeld, das die Fachkräfte vor unterschiedliche Herausforderungen stellt. Denn geflüchtete Familien sind vielfältigen existenziellen Belastungssituationen vor, während und nach der Flucht ausgesetzt. Dabei ist die Bewältigung ihrer Situation nicht leicht.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat dazu gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt und der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf am 21. September 2018 einen Fachtag veranstaltet. 200 Fachkräfte der Frühen Hilfen, Netzwerkkoordinierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Feld der Frühen Kindheit und dem Bereich Migration und Flucht sind der Einladung nach Frankfurt am Main gefolgt.

Im Fokus des Fachtags stand die Frage, welchen Beitrag die Frühen Hilfen leisten können, um das Ankommen von Familien zu unterstützen. Dabei ging es auch darum, die spezifischen Familien- und Beziehungssituationen in diesem Bereich der Frühen Hilfen gemeinsam zu reflektieren.

Die Dokumentation mit Bildern und Zusammenfassungen der Impulsvorträge, Workshops und Abschlussdiskussion ist jetzt auf www.fruehehilfen.de veröffentlicht.


26.12.2018

Broschüre: "Der Asylfolgeantrag"

Die Neuerscheinung "Der Asylfolgeantrag" erläutert die Voraussetzungen, die zu beachten sind, wenn nach Abschluss eines Asylverfahrens ein neuer Asylantrag gestellt werden soll. Daneben wird der Ablauf des Folgeverfahrens behandelt. Die Broschüre bietet somit eine Hilfestellung für die Beratungspraxis, wenn es um die Frage geht, unter welchen Umständen ein Asylfolgeantrag möglich und sinnvoll ist.

Das Gesetz sieht grundsätzlich die Möglichkeit vor, dass auch nach Abschluss eines früheren Asylverfahrens ein Asylfolgeantrag gestellt werden kann. Dies gilt insbesondere, wenn sich neue Gründe ergeben haben, die sich positiv auf die Anerkennungschancen auswirken und die im früheren Verfahren nicht vorgebracht werden konnten. Allerdings wurden im Gesetz auch hohe Hürden errichtet, an denen ein Folgeantrag schon scheitern kann, bevor es überhaupt zu einem neuen Asylverfahren kommt.

Die Broschüre von Kirsten Eichler (GGUA Münster) erläutert vor diesem Hintergrund die formalen und rechtlichen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Folgeverfahren eröffnet wird. Daneben wird der Ablauf des Verfahrens erläutert und es wird auf die Rechtsstellung von Personen eingegangen, die einen Folgeantrag gestellt haben.

 


25.12.2018

Flüchtlinge brauchen Schutz - aber wie?

Viele Bürger_innen engagieren sich für geflüchtete Menschen und stehen der Asylrechtspolitik und -praxis nicht gleichgültig gegenüber. Das Seminar bietet einen Überblick über den Ablauf des Asylverfahrens und über die Kriterien für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, des subsidiären Schutzes und über die Feststellung von Abschiebungsverboten. Der Überblick über die Asylrechtspraxis hilft, aktuelle Debatten einordnen zu können und eigene Engagementfelder zu erschließen.

08.02.2019 - 10.02.2019 in Würzburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


25.12.2018

Flyer: "Darf ich mit dem Kopftuch arbeiten?“

Viele Frauen, die neu nach Deutschland kommen, und aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen, fragen sich, inwieweit sie mit dem Tragen eines Kopftuchs einen Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben.

Der Informationsflyer klärt in leichter Sprache darüber auf, wie die aktuellen rechtlichen Bestimmungen zu diesem Thema sind. Zusätzlich werden Informationen über mögliche Handlungsschritte gegeben, wenn frau sich aufgrund des Tragens von religiösen Symbolen von Arbeitgeber_innen oder Kolleg_innen diskriminiert fühlt, oder auch rechtswidrig gehandelt wird.

Der Flyer kann in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Dari, Englisch und Kurmanci heruntergeladen werden


24.12.2018

Übersichtsseite zum Thema Traumatisierung

Viele Geflüchtete haben in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Gewalt erfahren. Ein Teil von ihnen leidet unter einer Traumatisierung. Was heißt das für die ehrenamtliche oder auch hauptamtliche Arbeit mit Geflüchteten? Dazu gibt es eine Reihe von Informationsmaterialien.

Das Infoportal fluechtlingshelfer.info hat eine hilfreiche Übersichtsseite zu Fragen rund um das Thema Traumatisierung zusammengestellt (Ratgeber, Ansprechpersonen, Möglichkeiten der Kostenübernahme etc.).


21.12.2018

Fördermöglichkeiten: "Integration neu denken"

Die Singa Deutschland & Robert Bosch Stiftung fördern im Rahmen ihres gemeinsamen Programms “Integration neu denken” Organisationen mit Beratung und Begleitung bei der Umsetzung eines Projektes über einen Zeitraum von zwölf Monaten sowie mit einer Förderung von einmalig 10.000 €. Sie möchten Organisationen und Projekte, die bereits im Themenfeld Integration tätig sind, dabei unterstützen, ihre Arbeit noch inklusiver zu gestalten und Teil eines bundesweiten Netzwerkes zu werden. Es gibt unterschiedliche zeitliche Etappen des Programmes.


21.12.2018

Antiziganismus – Erkennen, benennen, entgegenwirken

Das Bild von in Deutschland lebenden Sinti_zze und Rom_nja ist sehr häufig von Stereotypen gekennzeichnet. Die Dekonstruktion dieser Bilder sind primäres Anliegen des Projekts „Antiziganismus – Erkennen, benennen, entgegenwirken“. Wissensvermittlung und Sensibilisierung sind bei diesem Prozess zentrale Bestandteile und damit auch Hauptziele. In diesem Zusammenhang bietet das Projekt Seminare und Workshops zur Sensibilisierung für Bilder, Meinungen und Strukturen an.


20.12.2018

Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus – Für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

Das Handbuch enthält Methoden für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen zum Thema Antiziganismus und zur Geschichte von Sinti_zze und Rom_nja. Das Handbuch eignet sich für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit und kann von Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Bildungsstätten, Gedenkstätten, Universitäten und Hochschulen sowie Schulen in verschiedenen Bildungskontexten verwendet werden. Die Materialien ergänzen das bisherige Bildungsangebot vor allem durch Übungen, die eher im Bereich des Erfahrungslernens zu verorten sind und mehrheitlich einen aktiv-spielerischen Charakter aufweisen. Sie richten sich damit verstärkt an Jugendliche, deren Stärken weniger im abstrakten Abrufen von Wissen, in der Auseinandersetzung mit schriftlichen Inhalten oder im Verstehen rein sprachlich vermittelter Lerninhalte liegen, sondern die überwiegend tätigkeitsbezogene und aktiv handelnde Fähigkeiten und Fertigkeiten aufweisen.


20.12.2018

Studie: Alternativen zum Asylantrag? Legale Migrationswege nach Deutschland für Drittstaatsangehörige ohne Schutzperspektive

Bislang existieren kaum legale Zuwanderungswege für gering- und mittelqualifizierte Drittstaatsangehörige. Die Studie analysiert den Umfang und die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Zuwanderung dieser Personengruppe und stellt dar, welche Kooperationen mit Herkunftsländern bereits bestehen. Sie gibt Handlungsempfehlungen für Akteure aus Politik und Verwaltung für die künftige Gestaltung von legalen Migrationswegen in Erwerb und Ausbildung und diskutiert Instrumente zur Steuerung dieses Prozesses.


19.12.2018

Weiterbildung: Neustart Pflege

In einer 20-tägigen Pilotphase können sich die Teilnehmenden auf vielfältige Art und Weise in den Berufsbildern Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft ausprobieren. Auf einer virtuellen Tour durch verschiedene Pflegeeinrichtungen lernen sie zunächst die verschiedenen Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in einer 360°-Welt kennen. In Workshops erhalten sie theoretisches Wissen über die Berufsbilder und lernen anhand praktischer Übungen, was bei der Unterstützung von Pflegebedürftigen zu beachten ist. Der Umgang mit einem Rollator und die sichere Begleitung von Menschen mit einem Gehstock werden genauso behandelt wie das Umkleiden, Rasieren oder Waschen. Das Gelernte können sie abschließend in einer 2-wöchigen Hospitation erstmals in einer Pflegeeinrichtung aus dem Bezirk anwenden.

Mit der VIA Verbund für Integrative Angebote Berlin gGmbH und dem Verbund für Altenhilfe und Gerontopsychiatrie Steglitz-Zehlendorf wurden zwei starke Partner gefunden, die sich seit vielen Jahren in der Berliner Pflegelandschaft engagieren. Aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf wird das Projekt außerdem vom Bezirksamt und dem Jobcenter unterstützt. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds ist die Weiterbdilung für die Teilnehmenden kostenfrei.

Nach der Pilotphase sind drei weitere Projektdurchläufe mit erweiterten Inhalten ab Frühjahr 2019 geplant.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.neustart-pflege.de
Interessierte können sich dort oder direkt bei Anne Woltmann anmelden (Tel. 030 789 5460 13).
 


19.12.2018

Internationale Konferenz: Care - Migration - Gender

Care, Migration und Gender sind auf offensichtliche und weniger offensichtliche Weise miteinander verwoben. Bridget Anderson zeigt, wie die "Drecksarbeit" in der Pflege an marginalisierte Subjektpositionen delegiert wird. Das von Rhacel Salazar Parreñas entwickelte Konzept der Care Chain unterstreicht die Tatsache, dass Care-Arbeiter_innen selbst reproduktive Aufgaben hinterlassen, die wiederum von anderen nach ihrer Migration übernommen werden müssen. Der Queer-Theoretiker Martin F. Manalansan hinterfragt die implizit angenommene Heterosexualität von Care-Migrant_innen. Weitere Untersuchungen zeigen, dass Care-Arbeiter_innen nicht nur Opfer sozialer Strukturen sind, sondern selbst aktiv Entscheidungen treffen. Dies eröffnet Debatten über Handlungsmacht. Nach bedeutenden Publikationen von Rajni Palriwala und Helma Lutz stellen sich Fragen darüber, wer Handlungsmacht hat und wie sich Care-, Migrations- und Gender-Regimes darauf auswirken. Weiterhin ist Care-Migration ein Effekt globaler Ungleichheiten und ermöglicht gleichzeitig Ausbeutung und Empowerment. Das vorherrschende Narrativ besteht aus Pflegekräften, die aus dem globalen Süden und postsozialistischen Gesellschaften in den globalen Norden auswandern – jedoch findet Care-Migration auch innerhalb des Globalen Südens und zwischen postsozialistischen Gesellschaften statt. Darüber hinaus ist das Verhältnis zwischen Care-Arbeiter_innen und Care-Empfänger_innen alles andere als eindeutig. Die Strukturen (und Hierarchien) von Abhängigkeit und Macht hängen von den jeweiligen gesellschaftlichen Positionen sowie dem Zugang zu Rechten und Anerkennung ab. Zusätzlich können Migrant_innen auch Care-Empfänger_innen sein, aber einige Care-Empfänger_innen müssen möglicherweise migrieren, um Zugang zu Care zu erhalten.

Die Konferenz "Care - Migration - Gender. Ambivalent Interdependencies" bietet einen Raum, um diese Interdependenzen gemeinsam in ihrer Komplexität zu untersuchen und eine Diskussion über solche Ambivalenzen anzuregen. Insbesondere werden wir auf Folgendes eingehen:

  • Welche Formen haben die Interdependenzen von Care – Migration – Gender an verschiedenen Orten, in verschiedenen Bereichen und mit verschiedenen Interessengruppen?
  • Wie sind die Interdependenzen von Care – Migration – Gender durch unterschiedliche Impulse, Interessen und Repräsentationen geprägt?
  • Wie werden die Interdependenzen von Care – Migration – Gender politisch, rechtlich und sozial geregelt?
  • Wie und mit welchen Zielen und Wirkungen haben sich Care-Arbeiter_innen selbst organisiert?

18.12.2018

IN.POWERMENT | Netzwerk inklusiv - 4. Bundeskongress der neuen deutschen organisationen

Der 4. Bundeskongress der neuen deutschen Organisationen (ndo) findet im folgenden Jahre unter dem Standpunkt der Vernetzung statt. Es geht darum, wie sich Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen besser vernetzen und wie sie transnationale Brücken bauen können. ndo ist ein bundesweites Netzwerk von rund 100 Vereinen, Organisationen und Projekten. Die Mitglieder sind Nachkommen von Arbeitsmigrant*innen und Geflüchteten. Während des Bundeskongresses soll es unter anderem auch um die strukturelle Diskriminierung im Bildungssystem gehen und wie sich die Organisationen vor Ort dazu positionieren. Hierzu können Kurzbeiträge eingereicht werden. Der Kongress umfasst Workshops und ein breites Programm mit verschiedensten Referent_innen.



18.12.2018

Studie: Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Eingewanderte Eltern haben höhere Bildungsziele für ihre Kinder. Trotzdem erreichen Migrantenkinder oft nicht das gleiche Bildungsniveau wie Gleichaltrige ohne ausländische Wurzeln. Wie eine neue Studie herausgefunden hat, sind die Gründe vielfältig.

Kinder von Migranten haben in Deutschland deutlich schlechtere Erwerbs- und Einkommensperspektiven. So lag der Anteil der Erwerbstätigen bei den 25- bis 44-Jährigen mit Migrationshintergrund im Jahr 2017 bei 72,3 Prozent, bei Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte dagegen bei 87,2 Prozent, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ergab. Grund sei neben Sprachproblemen vor allem, dass Menschen mit Migrationshintergrund oft nicht das gleiche Bildungsniveau erreichten wie Gleichaltrige ohne ausländische Wurzeln, selbst wenn sie in Deutschland geboren oder im Kindesalter eingewandert seien.


17.12.2018

Bericht: Potenziale und Hemmnisse der Integration von Geflüchteten in den baden-württembergischen Arbeitsmarkt

Jeder vierte Geflüchtete im Land hat inzwischen einen Job. So steht es im aktuellen Gesellschaftsreport 2018 des Sozialministeriums. Der Report zeigt aber auch, dass drei von vier befragten Flüchtlingen noch keine Stelle gefunden haben, weil sie nicht arbeiten dürfen oder weil die Deutschkenntnisse nicht reichen.

Mit zunehmender Aufenthaltszeit fassen immer mehr Geflüchtete Fuß auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg, dennoch erschweren eine unsichere Bleibeperspektive und mangelnde Deutschkenntnisse immer noch vielerorts die Integration in Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt der vierte GesellschaftsReport BW 2018, den das Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit dem Statistischen Landesamt vierteljähr-lich herausgibt. Bezieht man jegliche Form von Arbeit ein, ist rund ein Viertel der in den vergangenen Jahren nach Baden-Württemberg Geflüchteten (26 Prozent) in den Arbeitsmarkt integriert. Vielen Geflüchteten fehlt es jedoch an Informationen über den deutschen Arbeitsmarkt, hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse.


14.12.2018

Space2groW

Das Projekt Space2groW bietet berlinweit Workshops und persönliche Beratungsgespräche für geflüchtete Frauen* und deren Partnerinnen* zu Familienplanung und Gesundheit an. Die Teamerinnen selbst sind Teil der Communities und haben Fluchthintergründe. Deshalb arbeiten sie kultur- und familien nahe und auf Augenhöhe.


14.12.2018

“Arbeitsmarkt-Lexikon” (ALEX)

Das “Arbeitsmarkt-Lexikon” (ALEX) vom Integration und Qualifizierung Netzwerk (IQ) erklärt die Vielfalt des Arbeitsmarktes und betrachtet die zunehmende Bedeutung von Migration und Integration für den deutschen Arbeitsmarkt. Das IQ Netzwerk ist ein Förderprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt. Das Lexikon mit rund 120 Artikeln bietet Faktenwissen rund um den deutschen Arbeitsmarkt. Themen, bei denen es unterschiedliche Meinungen und Positionen gibt, wie zum Beispiel “Integration” bzw. “Inklusion”, werden in verschiedenen wissenschaftlichen Lesarten und gesellschaftlichen Diskursen neutral dargestellt. Durch eine konsequente Verlinkung aller Fachbegriffe sowie ausführliche Quellendarstellungen und Literaturempfehlungen soll das Lexikon zur tieferen Auseinandersetzung anregen. Das Lexikon ist kostenlos online verfügbar.


14.12.2018

Studie: Being Black in the EU

Schwarze Menschen erleben in Europa immer wieder Rassismus und Diskriminierung. Die Erfahrungen mit rassistischer Gewalt sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Auch "racial profiling" durch die Polizei ist weit verbreitet. Darüber hinaus werden Schwarze Menschen bei der Arbeits- und Wohnungssuche diskriminiert. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte. Für die Erhebung wurden rund 6.000 Schwarze Menschen in 12 EU-Staaten befragt.


13.12.2018

Leitfaden: Neue Engagierte - Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern

Freiwilliges Engagement nicht nur für, sondern von geflüchteten Menschen – das ist der Kerngedanke des bagfa-Modellprojektes "Teilhabe durch Engagement". Seit Frühjahr 2016 erproben Freiwilligenagenturen an bundesweit zehn Standorten in Deutschland Wege, wie geflüchtete Menschen einen Zugang zu ihrem freiwilligen Engagement finden – und im gemeinsamen Aktivsein mit anderen Freiwilligen vor Ort ein neues Zuhause.

Jetzt, zum Ende der Projektlaufzeit im April 2019 heißt es, die Erfahrungen zu bündeln und mit anderen Freiwilligenagenturen zu teilen. Das Projektwissen hat die bagfa in dem neuen Leitfaden "Neue Engagierte. Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern" aufgearbeitet.

Der Leitfaden dient als praxisnaher Kompass für alle, die ebenfalls geflüchtete Menschen zu freiwilligem Engagement einladen wollen. Darin werden zum einen die Voraussetzungen für ein freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen (Motive, Zugangswege, geeignete Engagementfelder, eine gemeinsame Sprache finden) thematisiert, zum anderen gibt es Hinweise, wie Engagement-Einsatzorte dazu gewonnen werden können, sich für Engagierte mit Fluchtgeschichte zu öffnen – das oft schwerere Vorhaben, wie im Projektverlauf festgestellt wurde.


13.12.2018

Gewaltprävention für Geflüchtete und Migrant*innen

"Wir laden Sie herzlich zur Fachtagung „Hand in Hand für ein gewaltfreies Miteinander“ im Rahmen des bundesweiten Projekts „MiMi – Gewaltprävention für geflüchtete Frauen, Kinder und Männer“ ein. Das Projekt bündelt gemeinsam mit Migrant*innen seit 2016 die Kapazitäten engagierter Geflüchteter und Migrant*innen mit Fachdiensten und lokalen Netzwerken. In transkulturellen Mediator*innenschulungen, muttersprachlichen Informationsveranstaltungen unter Zuhilfenahme von Ratgebern zum Thema „Gewaltschutz und regionale Hilfsangebote“ werden von Gewalt bedrohte geflüchtete Frauen und Familien bundesweit über Schutzmaßnahmen aufgeklärt und unterstützt."

12.12.2018

Geflüchtete in dualer Berufsausbildung? Überblick über Datenlage und Angebote

Der Beginn einer Berufsausbildung gilt als zentraler Meilenstein auf dem Weg zur erfolgreichen Integration junger Geflüchteter. Wie viele von ihnen haben es bereits geschafft, einen Ausbildungsplatz zu finden? Derzeit kursieren zu dieser Frage unterschiedliche Zahlen, und es erscheint schwierig, eine eindeutige Antwort zu finden. In diesem Überblicksartikel stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung - BIBB dar, welche Zahlen woher kommen und erklärt, warum es nicht „die eine richtige Zahl“ gibt, sondern für das Gesamtbild verschiedene Statistiken herangezogen werden müssen, die alle etwas Anderes erfassen.


12.12.2018

Studie: Interkulturelle Öffnung in Einrichtungen der psycho-sozialen Dienste

Sie geben Halt bei seelischen Krisen, bieten Unterkunft oder Erste-Hilfe-Versorgung: Psycho-soziale Dienste findet man in praktisch jedem Frankfurter Stadtteil. Inwiefern sie gerüstet sind für die Herausforderungen einer vielfältigen Stadtgesellschaft, hat eine Studie ermittelt, die das Amt für multikulturelle Angelegenheiten finanziert und herausgegeben hat.

Befragt wurden über 60 Einrichtungen in freier Trägerschaft – die Liste der Träger reicht vom Caritasverband über die Aidshilfe Frankfurt bis zur Deutsch-Iranischen Beratungsstelle für Frauen und Mädchen. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.

Das Fazit: Mehr als die Hälfte der Einrichtungen treibt ihre interkulturelle Öffnung erfolgreich voran. Nachholbedarf besteht unter anderem beim Erstkontakt. Wenn es also darum geht, Menschen anzusprechen, die kaum oder kein Deutsch sprechen. Online bietet nicht mal jede fünfte Einrichtung Auskünfte in mindestens einer weiteren Sprache an. Broschüren liegen häufig nur auf Deutsch vor, und auch für Dolmetscher_innen fehlt vielerorts das Geld. Das alles führt dazu, dass sich Migrant_innen in Notlagen erst gar nicht an die Einrichtungen wenden.


11.12.2018

Rollenspielen – Über Geschlechterrollen gemeinsam reden

Alle reden ÜBER geflüchtete junge Männer, wir reden MITeinander. Sportlich und fair.
Tischfußballturniere kombiniert mit lockeren Diskussionsrunden zu Geschlechterrollen brachten geflüchtete junge Männer, dort wo sie sich wohlfühlen, an die Tische und teilhaberelevante Themen auf den Tisch. Gemeinsam wechselten wir Perspektiven und tauschten uns zu Rollenvorstellungen in Deutschland aus.


10.12.2018

Studie: Die Vielfalt wächst – vhw-Migrantenmilieu-Survey 2018

Der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw) hat eine Studie über die Einstellungen und Lebensweisen von Zugewanderten und deren Nachfahren durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bewertet demnach das Zusammenleben in Deutschland als gut, es werden jedoch auch Sorgen zu wichtigen Lebensbereichen formuliert. Die Studie kann online heruntergeladen werden.


10.12.2018

Impfkalender in 15 Sprachen

Das interkulturelle Gemeinwesenzentrum “Bayouma-Haus” der AWO Spree-Wuhle. e.V. hat in Neuauflage einen internationalen Impfkalender erstellt. In 15 Sprachen wird dort über alle empfohlenen Impfungen für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene informiert. Grundlage dafür bildet die Expertise der Ständigen Impfkommission (STIKO). Der Kalender kann online heruntergeladen werden.


10.12.2018

Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Intervention und Prävention!

Auf dem Informationstag werden die Grundlagen des Islams beleuchtet und geklärt, wo die inhaltlichen Unterschiede zwischen Islam und gewaltbereitem Salafismus liegen. Im Fokus stehen die Erfahrungen von Expertinnen und Experten in der Praxis mit Deeskalations- und Präventionsstrategien.

Teil 1: Muslimische Vielfalt und gelebter Islam in NRW
Teil 2: Radikalisierungswege von Jugendlichen
Teil 3: Möglichkeiten der Prävention und Intervention

Die Veranstaltungsreihe in NRW wird organisiert von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Integrations- und Schulministerium und dem Ministerium des Innern. Sie richtet sich an pädagogische Fach- und Lehrkräfte.


07.12.2018

Studie: Migranten, Meinungen, Milieus

Was bedeutet gesellschaftliche Vielfalt? Wie beeinflusst sie unser Zusammenleben? Und in welche Richtungen entwickelt und verändert sie sich? Für ihren sogenannten Migrantenmilieu-Survey ermittelte die SINUS Markt- und Sozialforschung im Auftrag des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung Grundwerte, Einstellungsmuster und Bedürfnisse im Alltagsleben. Die Erhebung ergab, dass Lebenswelten die Herkunft oder die religiöse Zugehörigkeit überlagern. So teilen die Befragten beispielsweise Sorgen und Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen und Politik mit Menschen ohne Migrationshintergrund. Bei Rollen- und Familienbildern sowie Moralvorstellungen zeigen sich allerdings nach wie vor Unterschiede.


07.12.2018

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse – was kostet das?

Im Rahmen des IQ Projekts „Fokus Flucht“ hat der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. einen Flyer über die Kosten eines Anerkennungsverfahrens von ausländischen Berufsabschlüssen erstellt.

Geflüchtete haben einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren ihres im Ausland erworbenen Berufsabschlusses, unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit und ihrem Aufenthaltsstatus. Während dieses Anerkennungsverfahrens enstehen allerdings Kosten. Der Flyer informiert in einfacher Sprache, welche Kosten entstehen können, und welche Möglichkeiten zur Finanzierung es gibt.

Der Flyer ist in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Farsi und Englisch erhältlich. Druckversionen in verschiedenen Sprachen können Sie kostenlos erhalten.


06.12.2018

Infoposter: Partizipation von jungen Geflüchteten

Das Infoposter bietet acht konkrete Empfehlungen zur Partizipation geflüchteter Jugendliche für Mitarbeitende in Jugendhilfeeinrichtungen und Jugendämtern.
Zum Infoposter:


05.12.2018

Wie gut sind Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien repräsentiert?

Wie steht es um die Vielfalt in deutschen Redaktionen und Pressebüros? Wie können Migranten die interkulturelle Kompetenz im Journalismus stärken? Und wie partizipieren Zugewanderte an einem gesellschaftlichen "Wir"? Diese Fragen thematisiert eine Fachkonferenz des "Zentrums für Europäische und Orientalische Kultur" und des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig am Freitag ab 9 Uhr.

Seit einigen Jahren existieren zahlreiche Migrantinnenorganisationen, die ihre Ansprüche neu definieren und sich eher als „Neue Deutsche“ verstehen, denn als Einwanderinnen. Ihre Botschaft lautet: „Wir gehören dazu und wollen mitreden“. Für sie steht nicht mehr die Frage der Integration im Mittelpunkt, sondern die der Repräsentation. Mehrsprachige Migrantinnenmedien stellen in Deutschland eine Praxis dar, mit der die Sprechenden aufeinander Bezug nehmen. Sie setzen sich für eine ausgewogene und sachliche Berichterstattung zu Migrations- und Integrationsthemen ein und ermöglichen Teilhabe, wodurch sie eine bedeutsame Rolle für die Stärkung der Gemeinschaften und Individuen spielen. Diese Kommunikatorinnen wollen nicht nur über „Integrationsmaßnahmen“ reden, sondern über gleiche Rechte und Chancen. Die jahrelange Fixierung auf “die” Migrantinnen soll beendet werden und ein neues gesamtgesellschaftliches „Wir“ entstehen. In der postmigrantischen Gesellschaft übernimmt jede soziale Verantwortung für die Gemeinschaft.


05.12.2018

Handlungsleitfaden: Jugendhilfe für begleitete minderjährige Geflüchtete

Für begleitete minderjährige Geflüchtete besteht ein umfänglicher Anspruch auf Jugendhilfeleistungen. Dennoch erhält ein Großteil der geflüchteten Kinder und Jugendlichen, die in Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland einreisen, während der Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften keine Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit hat daher mit Unterstützung des Bundesfachverband umF einen Handlungsleitfaden hierzu erarbeitet.


05.12.2018

Toolbox: Empfehlungen zur Konsultation von Jugendlichen

Junge Geflüchtete werden in Konsultationsworkshops als Expertinnen und Experten ihrer Situation begriffen. Sie sind ein wichtiger Baustein, um zu einer ersten Analyse der Bedürfnisse und Interessen geflüchteter Jugendlicher zu kommen. In der Toolbox finden Sie dazu konkrete Empfehlungen.


04.12.2018

BumF-Frühjahrstagung

Bei der diesjährigen Frühjahrstagung steht neben den aktuellen rechtlichen und tatsächlichen Entwicklung – von Ankerzentren und Alterseinschätzung bis Einwanderungsgesetz – die pädagogische Praxis der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und die Schnittstellenarbeit mit anderen Rechtskreisen im Fokus.

Die Frühjahrstagung richtet sich an Mitarbeitende von Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Vormund/innen und andere Personen die mit umF arbeiten. Sie ist einer der zentralen Orte des vertiefenden Austausches über die Arbeit mit umF. Ihr Ziel ist zudem die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen Fachkräften.

Das vollständige Tagungsprogramm.

Die Anmeldng ist online möglich.


04.12.2018

Fachbeitrag: Veränderungen gemeinsam gestalten

Fachbeitrag „Veränderungen gemeinsam gestalten – geflüchtete Jugendliche in der Kommune konsultieren“ Wie können geflüchtete Kinder und Jugendliche in der Kommune stärker beteiligt werden? Dieser Fachbeitrag stellt das Beteiligungsverständnis im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ anhand der Methode „Konsultationsworkshops mit jungen Geflüchteten“ vor. Konsultationsworkshops haben das Ziel, die Perspektive geflüchteter Menschen in Planungsprozesse einzubinden und können ein erster Schritt zu ihrer Beteiligung in der Kommune sein. Anhand von Erfahrungen aus der kommunalen Praxis geht dieser Fachartikel auf Chancen und Herausforderungen von Konsultationsworkshops ein, stellt die zentralen Aussagen der jungen Menschen aus den Workshops vor und formuliert abschließend Empfehlungen für die praktische Umsetzung.

 


03.12.2018

Über Märtyrerinnen und Mitläuferinnen: Die Rolle der Frau im Islamismus

Wie präsent sind Frauen in der militanten islamistischen Szene? Welche Rolle spielen militante islamistische Frauennetzwerke bei der Erziehung und Beeinflussung von Kindern? Und können Erfahrungen aus Forschung und Prävention im Bereich Rechtsextremismus übertragen werden? Diese Fragen diskutieren Experten auf einem Podium der Bundeszentrale für politische Bildung.


03.12.2018

Podcast: Geflüchtete Jugendliche konsultieren

In der zweiten Podcast-Folge von "Willkommen bei Freunden" geht es um die Beteiligung von geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Kommune. Sie erfahren, was Konsultationsworkshops sind, wie sie funktionieren und welchen Mehrwert sie für Kommunen und junge Geflüchtete bieten können.


30.11.2018

Fortbildung für Ehrenamtliche über Handlungsspielräume und rechtliche Grenzen

Der Flüchtlingsrat Berlin setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen und die Wahrung ihrer Menschenwürde ein. Um die optimale Betreuung für Gelüchtete zu gewährleisten, veranstaltet der Flüchtlingsrat eine Fortbildung für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Asylsuchenden in Berlin. In einem theoretischen und einem praktischen Teil werden ehrenamtlichen Teilnehmer*innen des Seminars Handlungsspielräume und rechtliche Grenzen in der Begleitung von Asylsuchenden aufgezeigt, um sie im Umgang mit den Behörden und Akteur*inneren in der Rolle als Vermittler*in zu stärken und ein sicheres Auftreten zu fördern. Die Teilnahme ist kostenlos. Jedoch ist eine verbindliche Anmeldung unter brezger@fluechtlingsratberlin.de erforderlich.


30.11.2018

Werkstatt Vielfalt. Projekte für eine lebendige Nachbarschaft

Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie leisten einen Beitrag dazu, dass Vielfalt zur Normalität wird. Im Förderprogramm »Werkstatt Vielfalt« wurden bislang über 250 Einzelvorhaben für eine Förderung ausgewählt. Diese Projektideen bilden einen großen Fundus an erfolgreichen Formaten und Methoden, mit denen die Begegnung zwischen unterschiedlichen Lebenswelten gestaltet werden kann.
 
Alle Projekte in der »Werkstatt Vielfalt« sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate).
 
Einsendeschluss für aktuelle Projektbewerbungen ist der 15. März 2019

29.11.2018

Linktipps zum Thema "Tabubruch und Radikalisierung"

Gegenwärtige gesellschaftliche Radikalisierungsprozesse und populistische Tendenzen fordern die liberale Öffentlichkeit heraus, sich zu ihren demokratischen Werten zu bekennen und diese durch verschiedene Formen der Demokratiebildung zu stärken. Im Folgenden bietet zunächst eine Auswahl an Informationsportalen und Fachbeiträgen die Möglichkeit zur Analyse antidemokratischer Bewegungen, die insbesondere in den digitalen Medien neue Wege der Agitation finden, sowie zur Vertiefung des theoretischen Hintergrunds. Danach werden einige Unterrichtsmaterialien sowie Projekte und Netzwerke aufgeführt, die sich mit der praktischen Umsetzung von politischer Bildung und Demokratieerziehung befassen.


28.11.2018

„Mission possible“ - Neuauflage der Integrationsbroschüre veröffentlicht

Unter dem Titel „Mission possible“ hat die Bezirksregierung Arnsberg jetzt die Neuauflage ihres kompakten Handbuchs für ehren- und hauptamtliche Akteure im Integrationskontext veröffentlicht.

Die gegenüber der Erstauflage etwas erweiterte, nunmehr 75 Seiten starke Broschüre bietet einen Überblick über die diesbezüglichen Zuständigkeiten und Ansprechpartnerinnen und -partner der Bezirksregierung.

Gegliedert ist das aktualisierte Handbuch in die Rubriken:

  • Informations- und Beratungsangebote der Bezirksregierung,
  • Förderung von Integrationsprojekten mit EU-, Bundes- und Landesmitteln,
  • Anerkennung von Qualifikationen & weitere amtliche Bestätigungen,
  • Qualifizierung, Weiterbildung & Interkulturelle Öffnung. 

 


28.11.2018

(Neu-)Zuwanderung bewegt – Sozialer Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft

Die Zuwanderung von Geflüchteten fordert Kommunen bis heute. Sind mittlerweile Fragen der Unterbringung und ersten Betreuung weitgehend geregelt, rücken Fragen der Integration in die Gesellschaft stärker in den Fokus. Erfahrungen zeigen: Integration gelingt nicht kurzfristig, sondern ist eine Daueraufgabe. Die beteiligten Akteure müssen bestehende Prozesse, Maßnahmen und Regelungen kontinuierlich reflektieren und überdenken. Sowohl die praktischen Herausforderungen für die Integration in die Stadtgesellschaft als auch die Ungewissheiten und Ängste der Stadtbevölkerung bedürfen neuer Aushandlungsprozesse auf lokaler Ebene.

Diesen Aushandlungsprozess nimmt die Fachtagung "(Neu-)Zuwanderung bewegt - sozialer Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft" auf und fragt, wie wir angesichts zunehmender Vielfalt sozialen Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft erfolgreich gestalten können.


27.11.2018

Migration als neue Normalität? Chancen und Herausforderungen im Einwanderungsland Deutschland

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das ist die Wirklichkeit. Alle gesellschaftlichen Teilbereiche werden von Migration geprägt - vom Bildungssystem über den Arbeitsmarkt bis hin zu zivilgesellschaftlichen Strukturen. Migration und die damit einhergehenden Folgen werden immer noch vorwiegend als Problem wahrgenommen. Dabei wird vergessen, dass Migration immer mehr zu einer neuen Normalität wird, verbunden mit großartigen Chancen. So bleiben angesichts des demografischen Wandels und des Arbeitskräftemangels schon heute viele Stellen unbesetzt. Die Industrie- und Logistikbranche, die Pflegebereiche und das Handwerk sind zunehmend mit einer „Nachwuchsklemme“ konfrontiert.

Im Rahmen des 23. Forums Migration 2018 wollen wir mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, aus Kirchen, Verbänden und Migrantenorganisationen diskutieren, wie Einwanderung unseren Alltag prägt und wie Migration zukünftig gestaltet werden muss. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, inwiefern Migration einen Beitrag dazu leisten kann, den Fachkräftebedarf abzumildern, vor welchen Herausforderungen wir dabei stehen und welche Lösungsansätze zwingend erforderlich sind.

Themen sind unter anderem:

  • Eckpunktepapier Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten
  • Wie der Arbeitskräftemangel unsere Wirtschaft bedroht
  • Migration, Deutschland und die Europäische Union

Die Anmeldung ist online möglich.


27.11.2018

Bericht: Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften 2018

Um den Schutz sowie die Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen in den Flüchtlingsunterkünften zu gewährleisten sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung zu verbessern, haben das Bundesfamilienministerium und UNICEF im Frühjahr 2016 eine gemeinsame Initiative gestartet. Die Partner der Initiative haben 2016 erstmals bundesweit einheitliche „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ entwickelt. Die Mindeststandards gelten als Leitlinien für die Erstellung, Umsetzung, das Monitoring und die Evaluierung von einrichtungsinternen Konzepten zum Schutz von Kindern und anderen schutzbedürftigen Menschen. 

Sie umfassen insbesondere die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, externe Kooperationen, Prävention von und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen, die Förderung des Wohlbefindens und der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie das Monitoring der erzielten Fortschritte und die Evaluierung der Wirkungen der Schutzmaßnahmen. 2017 wurden die Mindeststandards inhaltlich überarbeitet, um Erfahrungen aus der Praxis einfließen zu lassen sowie den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen weiter auszudifferenzieren. 2018 wurden die Mindeststandards um einen Annex zur Umsetzung der Mindeststandards für geflüchtete Menschen mit Traumafolgestörungen ergänzt.

Zum kostenlosen Download des Berichtes.


26.11.2018

Interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement im islamischen Kontext

Im Seminar wird kulturspezifisches Hintergrundwissen vermittelt, eigene wie unbekannte Werte und Verhaltensweisen plastisch erlebbar gemacht. Die Teilnehmer*innen erarbeiten sich Wissen über islamische Modelle des Umgangs mit Konflikten. Mit den Erfahrungen aus dem Workshop erweitern sich Ihre Handlungsoptionen und Sie agieren auch in angespannten Situationen professionell und situationsgerecht.

Zur Online-Anmeldung


23.11.2018

Studie: "Bessere Verwaltung in der Migrations- und Integrationspolitik"

Die Aufnahme und Integration von Geflüchteten einerseits und der Umgang mit den fortdauernden globalen Migrationsbewegungen andererseits prägen den öffentlichen, auch medialen Diskurs in Deutschland. Die Herausforderungen für die öffentlichen Verwaltungsstrukturen bestehen fort, sie haben sich zunehmend von Migrations- und Fluchtfragen hin auf Integrationsfragen verlagert. Die Stiftung Mercator setzt sich mit ihrer Arbeit seit Langem für eine gelingende Integration in Deutschland ein und unterstützt die Autoren der Studie in ihrem Anliegen, die anstehenden Aufgaben der Integration und konkrete Vorschläge zu ihrer Bewältigung stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.

Wie können Bund, Länder und Kommunen ihre Zusammenarbeit im Bereich Migration und Integration weiterentwickeln? Und welche praktischen Handlungsempfehlungen können die Debatte versachlichen? Die Verwaltungswissenschaftler Jörg Bogumil und Sabine Kuhlmann sowie der Verfassungsrechtler Martin Burgi haben die Verwaltungs- und Organisationsstrukturen untersucht. In ihrer Studie "Bessere Verwaltung in der Migrations- und Integrationspolitik – Eine Aufgabe für Bund, Länder und Kommunen" fassen sie zusammen, wo eine Koordinierung bereits gelingt und wo noch Handlungsbedarf besteht.


22.11.2018

Ratgeber für Flüchtlinge – Ausbildungsfinanzierung

Weil Integration ohne Bildung nicht möglich ist, unterstützt das Bundesbildungsministerium die Eingliederung Schutz-Suchender in die deutsche Gesellschaft, indem sie verstärkt in deren Ausbildung investiert. Deutsch lernen, eine Ausbildung zu absolvieren oder ein Studium aufzunehmen: Das ist der Schlüssel, um sich zu integrieren und am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilnehmen zu können.

Die Mehrzahl der Geflüchteten ist unter 25 Jahre. Viele kommen ohne Ausbildung oder mussten ihr Studium abbrechen.

In den kommenden Jahren stellt das Ministerium circa 130 Millionen Euro zusätzlich für Bildung und Ausbildung zur Verfügung.

Der Ratgeber stellt die verschiedensten Informationen sowie rechtliche Hinweise zu den Themen Ausbildung und Studium für Geflüchtete zusammen. Die Informationen sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.


21.11.2018

Fachtag: Flucht - Trauma - Sucht. Herausforderungen in der Versorgung suchterkrankter traumatisierter Geflüchteter

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 12.12.2018, von 10:00-16:00 Uhr im Forum St. Joseph, Isernhagener Str. 63, 30169 Hannover, statt. 

Organisiert vom Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen. Gefördert durch das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Eine Einladung mit detailliertem Tagesprogramm folgt in Kürze.


20.11.2018

Refugee News, Refugee Politics: Journalism, Public Opinion and Policymaking in Europe

Wie haben Medien über den "Sommer der Migration" berichtet? Welche Auswirkung hatte die mediale Berichterstattung auf eine zunehmend polarisierte europäische Öffentlichkeit? Und wie nutzen Populisten das wachsende Misstrauen vieler Menschen gegenüber Medien für ihre Politik der Ausgrenzung? Das beleuchtet der Sammelband "Refugee News, Refugee Politics – Journalism, Public Opinion and Policymaking in Europe", den die Medienwissenschaftlerinnen Giovanna Dell´Orto und Irmgard Wetzstein herausgegeben haben.

 

The unprecedented arrival of more than a million refugees, asylum seekers, and migrants – plus the political, public, and policy reactions to it – is redefining Europe. The repercussions will last for generations on such central issues as security, national identity, human rights, and the very structure of liberal democracies. What is the role of the news media in telling the story of the 2010s refugee crisis at a time of deepening crisis for journalism, as “fake news” ran rampant amid an increasingly distrustful public?

This volume offers students, scholars, and the general reader original research and candid frontline insights to understand the intersecting influences of journalistic practices, news discourses, public opinion, and policymaking on one of the most polarizing issues of our time. Focusing on current events in Greece, Austria, and Germany – critical entry and destination countries – it introduces a groundbreaking dialogue between elite national and international media, academic institutions, and civil society organizations, revealing the complex impacts of the news media on the thorny sociopolitical dilemmas raised by the integration of hundreds of thousands of asylum seekers in EU countries.



19.11.2018

Vielfalt verbindet – Vielfalt trennt? Wie man Diversity heute erfolgreich gestaltet

Eine immer stärker globalisierte und digitalisierte Arbeitswelt stellt das Diversity-Management vor neue Herausforderungen.

Wie können Organisationen eine Arbeitskultur schaffen, in die alle ihr Potenzial einbringen können und in der alle sich akzeptiert fühlen – auch mit ihren Sorgen und Ängsten vor Veränderung? Wer sind die Gewinner und Verlierer der Digitalisierung? Förderung von Vielfalt in Zeiten des Populismus – warum stellt dieser auch ein ökonomisches Problem dar? Antworten gibt es auf der Diversity-Konferenz mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft.

Die führende Konferenz für Vielfalt in der Arbeitswelt berücksichtigt alle Dimensionen des Diversity Managements: Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität, Behinderung, ethnische Herkunft und Nationalität sowie Religion und Weltanschauung.


19.11.2018

Umfrage: Mehrheit der Kinder begegnet Flüchtlingen mit Toleranz

Drei von vier deutschen Schülern sind einer aktuellen Umfrage zufolge offen gegenüber Asylsuchenden. Sie finden es gut, dass Deutschland sie aufnimmt. Besonders in Ballungsgebieten sind Kinder und Jugendliche offener.

Deutsche Kinder und Jugendliche sind einer Umfrage zufolge asylsuchenden Menschen gegenüber aufgeschlossen. Drei Viertel der Schüler von neun bis 14 Jahren finden es richtig, dass Deutschland Menschen aufnimmt, denen es in ihrer Heimat nicht gutgeht, wie das am Donnerstag in Münster und Berlin veröffentlichte LBS-Kinderbarometer zum Internationalen Tag für Toleranz (16. November) ergab. Nur zehn Prozent von bundesweit 10.000 Befragten sprachen sich eindeutig dagegen aus.


16.11.2018

Junge geflüchtete Menschen in NRW zwischen Ausgrenzung und Empowerment

Auf der Jahresabschlussveranstaltung des projekt.kollektiv am 6. Dezember im Stadtmuseum Düsseldorf möchten wir einen Rückblick auf das vergangene Projektjahr werfen, über die Perspektiven von jungen geflüchteten Menschen in NRW „zwischen Ausgrenzung und Empowerment“ diskutieren und gemeinsam die Zukunftspläne des Projekts im kommenden Jahr beleuchten. Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Kemal Bozay den Keynote-Vortrag mit dem Titel „Migration & Flucht als Herausforderung für die (Jugend-)Sozialarbeit: Rassismus- und diskriminierungskritische Perspektiven" halten wird.

Das projekt.kollektiv des IDA-NRW nimmt seit Beginn in den Blick, dass junge Geflüchtete und Selbstorganisationen als Multiplikator*innen der Jugendarbeit sowie als Akteur*innen in eigener Sache anerkannt und in die Jugend(bildungs-)arbeit einbezogen werden müssen. 2018 wurden im Rahmen des Projekts mit Vernetzungstreffen und einer Zukunftswerkstatt Impulse zum Aufbau von landesweiten Vernetzungsstrukturen und Räumen des Empowerments für junge geflüchtete Menschen und People of Color in NRW gesetzt.

 Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an:

  • Junge Geflüchtete, die als (zukünftige) Multiplikator*innen in eigenen Initiativen oder Organisationen aktiv sind oder sein möchten
  • Selbstorganisierte (Willkommens-)Initiativen, Vereine und Einzelpersonen
  • Pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen der Offenen Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, der Jugendsozial- und der Jugendbildungsarbeit

Die Anmeldung ist noch bis zum 26.11. kostenlos, online möglich.


15.11.2018

Praxisleitfaden: Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten

Alle Geflüchtete haben das Recht auf eine menschenwürdige Unterbringung und Schutz vor Gewalt. Bund und Länder sind dazu verpflichtet, einen angemessenen und wirksamen Schutz sicherzustellen. Für traumatisierte und besonders vulnerable Geflüchtete ist dies umso wichtiger. In den Unterkünften braucht es daher sowohl ein Schutzkonzept vor Gewalt, als auch konkrete Leitlinien für die Mitarbeiter*innen, welche verdeutlichen, wie diese umzusetzen sind.

Denn gerade bei vielen Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten bestehen Fragen und Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit traumatisierten Geflüchteten. Wie erkenne ich Traumasymptome? Gehört das überhaupt in meinen Aufgabenbereich und entspricht meiner Kompetenz? Darf über das Trauma gesprochen werden? Besteht die Gefahr einer Retraumatisierung? Auf diese Fragen und mehr wird im Praxisleitfaden „Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten“ eingegangen. Er umfasst Informationen und Handlungsvorschläge zu den Bereichen Trauma und Flucht, strukturelle Bedingungen der Psychotherapie mit Geflüchteten, Umgang mit Traumasymptomen und Stabilisierung in Belastungssituationen, Selbstreflexion bezüglich der eigenen Position und Arbeit, Vorgehen bei Gewaltvorfällen, Krisen und Suizidalität, sowie Selbstfürsorge.

Der Leitfaden kann ausserdem gegen eine Versandpauschale kostenlos bestellt werden.


15.11.2018

Mit 18 beginnt die Unsicherheit - Junge unbegleitete Flüchtlinge

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erhalten Unterstützung von den Jugendämtern. Doch sobald sie volljährig werden, fallen viele aus dem System der Jugendhilfe. Das hat weitreichende Konsequenzen für die jungen Menschen.

Wenn unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland einreisen, werden sie von den Jugendämtern in Obhut genommen. Die Behörden kümmern sich um Unterbringung und Betreuung. Denn die jungen Menschen brauchen besondere Unterstützung – nicht nur, weil sie keine Familie in Deutschland haben. Viele von ihnen sind durch traumatische Erfahrungen stark vorbelastet: Mehr als 80 Prozent der Einrichtungen der Jugendhilfe haben in einer Umfrage des  “Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge” (BumF) angegeben, dass sie im Jahr 2017 traumatisierte Flüchtlinge betreuten mussten.

Viele Probleme der unbegleiteten Minderjährigen spitzen sich zu, wenn diese volljährig werden:

  • Zwar können die Jugendämter die jungen Menschen betreuen, bis sie 21 Jahre alt sind. Doch viele Ämter entlassen aus finanziellen Gründen die Jugendlichen aus der Obhut, sobald diese 18 Jahre alt werden.
  • Vielen jungen Flüchtlingen droht die Abschiebung, sobald sie volljährig werden. Vorher waren sie vor einer Abschiebung geschützt.

14.11.2018

Integration von Flüchtlingen: Informationen für Ehrenamtliche

Die Stadt Braunschweig stellt wichtige Informationen für Ehrenamtliche in ihrem kürzlich überarbeiteten „Infoblatt für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“ zur Verfügung.
Aus dem Infoblatt können wichtige Hinweise für ehrenamtlich Engagierte in den örtlichen Netzwerken entnommen werden. Insbesondere sind die Ausführungen zum Versicherungsschutz und zur Möglichkeit der Auslagenerstattung zu beachten.


14.11.2018

Herausforderung angenommen - Auf dem Weg zu einer neuen EU-Migrationspolitik

Die Schlagwörter Flucht und Migration polarisieren weiterhin in Europa und sind auch in Deutschland bestimmende Themen der politischen Agenda. Nach Eurobarometer-Umfragen wünschen sich die Europäerinnen und Europäer mehrheitlich gemeinsame Antworten auf die aktuellen Herausforderungen. Haben die Europäische Union und die Mitgliedstaaten diese Herausforderung wirklich angenommen und wo stehen sie in der Überarbeitung ihrer aktuellen Politik?

Die Konferenz geht den unterschiedlichen Aspekten der europäischen Flüchtlings- und Migrationspolitik nach, um Wege für gemeinsame Lösungen aufzuzeigen.

Auf vier Panels debattieren wir die aktuellen Herausforderungen: Von den Chancen der legalen Migration und der Verbesserung der Lebensperspektiven außerhalb der Europäischen Union über die Überarbeitung des an seine Grenzen gestoßenen Dublin-Systems bis hin zur Integration von Migrantinnen und Migranten.  

Das ausführliche Programm ist online auffindbar.

Weitere Informationen sowie zur online-Anmeldung.


13.11.2018

Musliminnen und Muslime in ländlichen Räumen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Wie gelingt die Integration von muslimischen Gemeinden in kleineren Kommunen Ostdeutschlands? Diese Frage beantwortet ein Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung anhand von Erfahrungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Politikwissenschaftler Timon Perabo zeigt, wie Kommunen die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit achten, auftretende Hürden im Miteinander überwinden und das Zusammenleben aller Menschen vor Ort stärken.
 

Interview mit dem Autor Timon Perabo.


12.11.2018

Fachtagung: „In Vielfalt leben: Vielfalt für die Demokratie mobilisieren“,

Welche Chancen bietet interkultureller Austausch für das gesellschaftliche Miteinander? Und wie kann eine gute Diskussionskultur die Demokratie gegen Anfeindungen und Ausgrenzungsversuche widerstandsfähiger machen? Diese Fragen behandelt die Fachtagung "In Vielfalt leben – Vielfalt für die Demokratie mobilisieren" des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats

Vielfalt ist in der heutigen deutschen Gesellschaft selbstverständlich. Sie bereichert unser alltägliches Leben, sie macht unsere Wirtschaft und Gesellschaft weltoffen und dadurch stark, sie ist einer der Ankerpunkte unserer politischen Kultur. Das Leben in Vielfalt ist aber auch komplex und konfliktreich wie unsere globalisierte Welt auch komplex und konfliktreich ist. Ohne Konflikte und ohne Komplexität gibt es aber weder Innovation noch Fortschritt.


09.11.2018

"Faire Integration": Arbeitsrechtliche Beratung für Geflüchtete

Beratung für Geflüchtete bei Fragen zu Arbeitsbedingungen nach deutschen Gesetzen sowie zu Rechten und Pflichten im Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsverhältnis. Beratung durch ARBEIT UND LEBEN DGB/VHS Landes-arbeitsgemeinschaft Berlin e.V.
Die erfahrenen IQ Beraterinnen und Berater begleiten Ratsuchende mit ausländischen Berufsabschlüssen zum und durch das Anerkennungsverfahren. Die Beratungsstellen arbeiten dabei eng mit den zuständigen Stellen zusammen, halten Kontakt zu Bildungsberatungsstellen, Jobcentern, Agenturen für Arbeit und Migrantenorganisationen.


09.11.2018

Starke Familien stärken vielfältiges und demokratisches Zusammenleben - der Beitrag einer partizipativen Familienbildung zum Schutz von Familien vor Radikalisierung und Instrumentalisierung

Familienbildung, die jede Familie möglichst individuell und in ihrer Besonderheit stärken will, sieht sich zunehmend mit der gesamtgesellschaftlichen Frage des demokratischen Zusammenlebens konfrontiert. Familie als Kern der Gesellschaft interessiert auch solche Menschen, die Individualität aufgehoben sehen möchten und Familie einer starren Norm unterwerfen möchten – letztlich undemokratische Agitation. Familie ist der erste und ein wesentlicher Lernort für Kinder, die in Zukunft unsere plurale und vielfältige Demokratie stärken und tragen sollen.
Aus verschiedenen Richtungen sind Versuche der Vereinnahmung von Familien identifizierbar: fundamentalistische religiöse Strömungen, rechtsradikale Bewegungen und weitere.
Was steckt hinter den genannten Strömungen? Wie erkennen wir antidemokratische Tendenzen? Wie können wir uns vor ihnen schützen? Wie kann in der Praxis eine Kommunikation zum Thema aussehen? Wie stärken wir unsere Teams und die Familien in unseren Angeboten vor antidemokratischer Agitation?
Wir informieren über aktuelle Diskussionen und Ansätze, regen zur (Selbst-)Reflexion an, stellen Beispiele guter Praxis vor und laden Sie herzlich zum fachlichen Austausch ein.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


08.11.2018

Make it in Germany

„Make it in Germany“ informiert Einwanderungsinteressierte, wie sie ihren Weg nach Deutschland erfolgreich gestalten können – von den Vorbereitungen im Herkunftsland bis zur Ankunft und den ersten Schritten in Deutschland. Zudem sollen Unternehmen, vor allem KMU, bei der Suche nach internationalen Fachkräften unterstützt werden.

as mehrsprachige Portal ist auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch verfügbar. Es bietet umfangreiche Informationen über den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt, über relevante Visaregelungen und über die Anerkennung ausländischer Qualifikationen.  Besonders hilfreich für die individuelle Recherche sind der Quick-Check zu den Zuwanderungsmöglichkeiten, die Jobbörse mit offenen Stellen in den Engpassberufen sowie die Weltkarte mit umfangreichen Kontaktstellen im In- und Ausland. 

„Make it in Germany“ informiert zudem über den Erwerb der deutschen Sprache und über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland. Zugewanderte werden durch Themen zu Wohnsitzmeldung, Sozialversicherungen oder Kinderbetreuung beim Einleben unterstützt. 

 


08.11.2018

Abschlussveranstaltung des Programms Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken

Zwei Jahre lang begleitete „Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken” geflüchtete Jugendliche und Fachkräfte an drei Projektstandorten, um Partizipation junger Menschen zu fördern. Nun geht das Programm zu Ende und Sie haben die Möglichkeit, an der Abschlussveranstaltung in Offenbach teilzunehmen.

Das Programm, das von der Bertelsmann Stiftung gefördert wird, war mit dem Ziel gestartet, Konzepte und Methoden zur Beteiligung geflüchteter Jugendlicher im Alter von 14 bis 27 Jahren zu erproben und weiterzuentwickeln. Durch konkrete Projekte an den Modellstandorten der „Medien-Etage“ in Offenbach, dem Jugendzentrum „Auf der Höhe“ in Trier und dem „Kinder- und Jugendhaus“ in Weißenfels wurden junge Menschen mit Fluchtgeschichte befähigt, sich an Verfahren und Entscheidungen kompetent und aktiv zu beteiligen und selbst Initiative zu ergreifen. Dabei wurden diese durch die Erfahrung und das Wissen kommunaler Partner unterstützt. 

Da das Programm auf das Empowerment und die damit verbundene Partizipation junger Menschen zielt, wird sich dies auch in unserem Abendprogramm widerspiegeln. Denn Jugendliche mit Fluchterfahrung sind in erster Linie junge Menschen mit individuellen Stärken und Interessen. Ihre aktive Mitgestaltung des Abends zeigt, dass Teilhabe maßgeblich für Entwicklung und die Eigengestaltung ihres Lebens ist. Entsprechend bunt und vielfältig wird die Veranstaltung.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


07.11.2018

Berlin braucht dich! - Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Migrationshintergrund

"Berlin braucht dich!” – im Rahmen dieser Kampagne richten sich Berliner Betriebe und der Öffentliche Dienst an Berliner Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sie für eine Ausbildung beim Land Berlin gewinnen wollen. Rechtzeitig zum Beginn der Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2019 werden Jugendliche aufgerufen und motiviert, sich für eine Ausbildung beim Land Berlin zu bewerben. Über eine Hotline oder per Mail erhalten sie bei Bedarf die Möglichkeit zur Beratung durch das Berufliche Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten (BQN) Berlin, das “Berlin braucht dich!” im Auftrag des Integrationsbeauftragten umsetzt.
Das umfangreiche Ausbildungsangebot im Öffentlichen Dienst und der Berliner Betriebe mit Landesbeteiligung ist auf der Ausbildungsplatzbörse von Berlin braucht dich! einzusehen. Parallel zur U-Bahn-Werbung werden diese Angebote auf Social-Media-Plattformen beworben.


07.11.2018

#DarüberReden

Bundesweite Kampagne gegen Diskriminierung gestartet

Zwei Monate lang thematisiert das Redaktionsteam von #DarüberReden auf Facebook, Instagram und Twitter Diskriminierungserfahrungen und will junge Menschen von 16 bis 26 Jahren dazu anregen, eigene Erlebnisse zu teilen. In Medien für junge Zielgruppen, auf Job- und Wohnungssuche-Portalen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Aufrufe zum Mitmachen verbreitet. #DarüberReden möchte junge Menschen im Dialog für Benachteiligung sensibilisieren und sie darüber aufklären, wie man sich gegen Diskriminierungen wehren kann. Begleitend zur Kampagne werden Unterrichtsmaterialien für Schulen erarbeitet und Live-Events mit prominenten Gästen veranstaltet. Eine #DarüberReden-Abschlussveranstaltung im Januar wird die geschilderten Erfahrungen auswerten und politische Antworten formulieren.

Weitere Informationen sind auf der Website der Kampagne zu finden


06.11.2018

Vielfalt. Kompetent. Lehren. Geschlechterreflektierte und diskriminierungskritische Pädagogik im Schulkontext

Ziel des 3-moduligen Fortbildungskonzeptes ist die Sensibilisierung und Qualifizierung pädagogischer Fach- und Lehrkräfte unterschiedlicher Schulstufen für die Auseinandersetzung mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Die Fortbildungsveranstaltung verfolgt einen mehrdimensionalen Ansatz durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden und didaktischer Instrumente in Anlehnung an die Trias der Menschenrechtsbildung mit den drei Ebenen der Lebensformenpädagogik als kritisches reflektierendes Bildungskonzept: Wissenserwerb auf der kognitiven Ebene, erfahrungsbezogenes Lernen auf der reflexiven Ebene und praxisbezogenes Lernen auf der Handlungsebene.
Die Fortbildung ist über das Kompetenzzentrum Göttingen als anerkannte Lehrkräftefortbildung ausgeschrieben und für Lehrkräfte verschiedener Schulformen aller Bundesländer zugänglich.
Referent*innen: Annette Bartsch, Leiterin der Zentralstelle für Weiterbildung der TU Braunschweig, Juliette Wedl, Geschäftsführerin Braunschweiger Zentrum für Gender Studies und Pascal Mennen, Lehrer, SCHLAU Niedersachsen.

Anmeldeschluss ist der 10.11.2018.


05.11.2018

Studie: „Kinderrechte: Schutz, Entwicklung und Teilhabe für junge Geflüchtete stärken“

Bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland gibt es nach wie vor Herausforderungen zu bewältigen, unter anderem im Hinblick auf den Schutz von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Ein Themendossier der Initiative „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ stellt Hintergrundwissen und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von Kinderrechten in der Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen vor. U. a. umfasst das Dossier verschiedene Praxisbeispiele für die kommunale Arbeit.

02.11.2018

Interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement im islamischen Kontext

Im Seminar wird kulturspezifisches Hintergrundwissen vermittelt, eigene wie unbekannte Werte und Verhaltensweisen plastisch erlebbar gemacht. Die Teilnehmer*innen erarbeiten sich Wissen über islamische Modelle des Umgangs mit Konflikten. Mit den Erfahrungen aus dem Workshop erweitern sich Ihre Handlungsoptionen und Sie agieren auch in angespannten Situationen professionell und situationsgerecht.

Zur Online-Anmeldung


02.11.2018

Studie: Integration von Türkeistämmigen in Deutschland

In ihrem Working Paper zu "Türkeistämmigen in Deutschland" untersucht Susanne Schührer den Stand der Integration von Personen der ersten und zweiten Generation aus der Türkei. Die Studie gibt interessante Einblicke in die Lebensrealitäten und die Identifikation der Türkeistämmigen in Deutschland. Integration ist dabei als das Zusammenspiel unterschiedlicher Menschen innerhalb einer Gesellschaft zu verstehen.


01.11.2018

Bericht: Gemeinsam gestalten.

Als zentrales Ergebnis des vom Bundesamt geförderten Modellprojekts "DialogBereiter - Unterkunft sucht Nachbarschaft" liefert das Handbuch "Gemeinsam gestalten" Antworten auf viele Fragen aus der Praxis der Integrationsarbeit.

Dabei verfolgt das Handbuch nicht das Ziel, etwas ganz Neues zu entwickeln, das Rad neu zu erfinden oder zu behaupten man wüsste wie Integration funktioniert. Vielmehr soll das Handbuch, das voneinander Lernen unterstützen, Fragen aufwerfen und Handlungsempfehlungen geben, die aber auch immer wieder hinterfragt werden können.

In mehr als 300 Gesprächen und standardisierten Interviews mit Geflüchteten, Ehren- und Hauptamtlichen sowie sonstigen Akteuren in der unmittelbaren Nachbarschaft von Flüchtlingsunterkünften haben die DialogBereiter dazu die Bedürfnisse Geflüchteter an dem Selbstverständnis der Ehrenamtlichen gespiegelt und die vier Phasen der Integration "Ankommen – Erkunden – Lernen - Unabhängig werden" nie aus den Augen verloren.

 


01.11.2018

So kann Integration – ein Handbuch aus der Praxis

Gemeinsam gestalten – voneinander lernen mit dem Handbuch des Modellprojekts "DialogBereiter"

Als zentrales Ergebnis des vom Bundesamt geförderten Modellprojekts "DialogBereiter - Unterkunft sucht Nachbarschaft" liefert das Handbuch "Gemeinsam gestalten" Antworten auf viele Fragen aus der Praxis der Integrationsarbeit.

Dabei verfolgt das Handbuch nicht das Ziel, etwas ganz Neues zu entwickeln, das Rad neu zu erfinden oder zu behaupten man wüsste wie Integration funktioniert. Vielmehr soll das Handbuch, das voneinander Lernen unterstützen, Fragen aufwerfen und Handlungsempfehlungen geben, die aber auch immer wieder hinterfragt werden können.

In mehr als 300 Gesprächen und standardisierten Interviews mit Geflüchteten, Ehren- und Hauptamtlichen sowie sonstigen Akteuren in der unmittelbaren Nachbarschaft von Flüchtlingsunterkünften haben die DialogBereiter dazu die Bedürfnisse Geflüchteter an dem Selbstverständnis der Ehrenamtlichen gespiegelt und die vier Phasen der Integration "Ankommen – Erkunden – Lernen - Unabhängig werden" nie aus den Augen verloren.


30.10.2018

Übersicht der Förderprogramme im Themenbereich Integration und Partizipation

Jährlich stellen die EU, der Bund, die verschiedenen Senatsverwaltungen des Landes Berlin sowie Vereine und Stiftungen in erheblichem Umfang Fördermittel für die Integration und Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund zur Verfügung. Zielgruppe der Fördergelder sind zumeist private Projektträger, die damit ihre Arbeit zur Integration von Zugewanderten finanzieren. Die Antragsfristen variieren und sind in der Übersicht in der Regel gekennzeichnet. Um die Suche nach einzelnen Programmen zu vereinfachen, ist sie in drei Bereiche aufgeschlüsselt:Förderprogramme des Landes Berlin, Förderprogramme des Bundes und der EU, und Stiftungen und Förderprogramme von Vereinen.


30.10.2018

Broschüre: Projektförderung des Bundesamtes

Die Broschüre "Die Projektförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge" informiert Sie über die Fördermöglichkeiten im Bereich Integration.

Projekte vor Ort, Modellprojekte, Schulungen: Das Bundesamt fördert im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zahlreiche Maßnahmen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Die Broschüre "Die Projektförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge" gibt jetzt erstmals einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderprogramme.


29.10.2018

Meine neue Heimat. Kleine Bürgerkunde

Schutzsuchende aus anderen Kulturen möchten oft möglichst viel über unsere Gesellschaft, die Geschichte und unsere Gesetze erfahren. Doch wie kann man sie dabei unterstützen? Die Deutsche Gesellschaft e. V. bietet für die bessere Integration von Geflüchteten ein Projekt an. Das steht unter dem Motto "Meine neue Heimat. Kleine Bürgerkunde" und sieht Workshops zu verschiedenen Themen vor. Im Landkreis Spree-Neiße und in der kreisfreien Stadt Cottbus läuft das Projekt erfolgreich.

Was gehört zur Kultur und den Traditionen in Deutschland? Die elf Teilnehmer am Workshop "Meine neue Heimat. Kleine Bürgerkunde" mussten nicht lange überlegen. Viele Dinge sind ihnen aufgefallen, die anders sind als in ihren Heimatländern. Das reicht von Bier, Kartoffelsalat und Fußball über Sprache, Schrift und die Bildung bis hin zu Pünktlichkeit, Genauigkeit und vor allem Sicherheit. Zu Beginn des Workshops schrieben sie in Stichpunkten all diese Dinge auf ein großes Blatt Papier. Anschließend diskutierten sie munter darüber


26.10.2018

Studie: Diskriminierung in Stellenanzeigen

Stellenanzeigen enthalten nur sehr selten eindeutige Diskriminierungen. Das geht aus einer aktuellen bundesweiten Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hervor. Allerdings nutzten Arbeitgeber noch zu wenig die Möglichkeit, Stellenanzeigen so zu formulieren, dass sich möglichst viele und unterschiedliche Personen angesprochen fühlen. Dadurch entgingen Arbeitgebern besonders in Zeiten des Fachkräftemangels wichtige Potentiale, so die ADS. In acht Prozent aller diskriminierenden Stellenanzeigen spiele das Merkmal "ethnische Herkunft" eine Rolle. Dabei ginge es in allen Fällen um die Anforderung "Deutsch als Muttersprache".


26.10.2018

Familiennachzug zu Geflüchteten

Berater*innen sind immer wieder mit Fragen von Geflüchteten konfrontiert, ob und wie sie ihre Familien nach Deutschland holen können. Die rechtlichen Grundlagen sind komplex: wer hat ein Recht auf Familiennachzug, und für welche Familienangehörigen gilt es? Was beinhalten die Neuregelungen zum Familiennachzug zu Geflüchteten mit subsidiärem Schutz? Welche Besonderheiten gibt es beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen? Wo und wann sollten Anträge gestellt und Termine gebucht werden? In der Fortbildung sollen ausgehend von den rechtlichen Grundlagen (allgemeine Regelungen zum Familiennachzug und Besonderheiten des humanitären Familiennachzuges) Antworten auf diese Fragen gegeben werden.

Referent*innen: Miriam Wollmer und Sebastian Muy (Sozialarbeiter*innen, BBZ - KommMit - für Migranten und Flüchtlinge e.V., Berlin)

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingsberater*innen und Rechtsanwält*innen in der Flüchtlingsarbeit. Grundlagenkenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht werden vorausgesetzt.

Zur Anmeldung:


25.10.2018

Bericht über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in Deutschland

Der Bericht der Bundesregierung zur Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge liegt seit dem 19.9.2018 vor. Auf Basis einer Befragung der Länder, der Jugendämter sowie von Einrichtungen der Jugendhilfe wird hinsichtlich der Umsetzung des Gesetzes zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher auf behördlicher und struktureller Ebene in den Ländern und Kommunen Stellung bezogen. Der Bericht beschreibt die Lebenssituation der unbegleiteten minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten auf Basis der Befragung. Es wird darauf verwiesen, dass die Einbeziehung der Zielgruppe selbst in einer Befragung zur Evaluation des Gesetzes im Jahr 2020 erfolgen wird.

Die befragten Jugendämter und Fachverbände schildern laut des Berichts einerseits einen guten Ablauf des Verteilverfahrens. Zugleich dokumentiert der Bericht, dass junge Menschen sich der Verteilung noch immer entziehen, untertauchen und sich eigenständig zu Freunden und Verwandten oder in städtische Ballungsgebiete begeben. Angaben zur steigenden alltagsrelevanten psychischen Belastung aufgrund von traumatischen Erfahrungen im Herkunftsland und während der Flucht bestätigen auch die Ergebnisse der Online-Befragung durch den Bundesfachverband vom Herbst 2017. Einschätzungen zur bedarfsdeckenden gesundheitsbezogenen Angebotspalette und Versorgungsstruktur für die Zielgruppe im Bundesgebiet unterscheiden sich offenbar regional sehr stark. Der Bericht führt aus, dass die behördlichen und rechtlichen Hindernisse bei der Familienzusammenführung unbegleitete Minderjährige stark belasten. Hieraus resultierende Frustrationen und Schuldgefühle werden als Integrationshemmnisse benannt.


25.10.2018

„Vielfalt macht´s möglich – mit Integration den demografischen Wandel gestalten“

Am 10.11.2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr findet in der Stadthalle Osterode am Harz eine Konferenz zum Thema Integration und Demografie statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Akteurinnen und Akteure der Demografie- sowie Integrationsarbeit, Politik sowie Verwaltung sind herzlich eingeladen, um gemeinsam mit uns mögliche Problematiken im Landkreis aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Neben interessanten Vorträgen werden auch vier spannende Workshops angeboten, bei denen Sie herzlich eingeladen sind sich mit einzubringen.

Die Veranstaltung ist kostenlos.
Zur Anmeldung sowie weiteren Informationen:

 



23.10.2018

Förderprogramm: Der Jugend eine Chance

Engagement ist auch in der Soziokultur keine Selbstverständlichkeit, sondern bedarf einer besonderen Motivation und Unterstützung. Das gilt insbesondere für junge Menschen, die erste persönliche Erfahrungen mit Kunst und Kultur sammeln wollen und dabei viele – vor allem auch finanzielle Hürden - überwinden müssen. Mit seinem Förderprogramm für junge Initiativen will der Fonds Soziokultur Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren die Möglichkeit geben, eigene Projektideen im soziokulturellen Praxisfeld zu entwickeln und umzusetzen. Es hat den Anspruch, die kreativen Potentiale junger Menschen zu wecken und zu fördern. Ziel ist dabei, Jugendliche zum (längerfristigen) Engagement im soziokulturellen Praxisfeld zu ermutigen.

Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, die sich zu einer Initiative oder einem Verein zusammengeschlossen haben, können Fördermittel beantragen. Aus dem Antrag muss dabei erkennbar werden, dass das Projekt in eigener Verantwortung der Jugendlichen geplant und realisiert werden soll.

Die Antragsfrist endet am 2.November 2018


23.10.2018

FAQ - Vermieten an Menschen mit Fluchterfahrungen

Vermieter*innen haben oft einige Fragen, wenn Sie ihre Wohnung Mieter*innen mit Fluchterfahrung geben möchten. Neben der Höhe der Miete geht es auch Fragen zum Verwaltungsprozess, Aufenthalt und Kommunikation. In dem FAQs wurden auf die wichtigsten Punkte Antworten verfasst, die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen sollen.


22.10.2018

Leitfaden zur Identifizierung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in Berlin

Europäisches Recht legt Kriterien fest, nach denen bestimmte Personengruppen unter den Asylsuchenden als in besonderem Maße schutzbedürftig gelten. Sie haben einen Anspruch auf die ihren Bedürfnissen entsprechende Unterstützung, Hilfeleistung, Behandlung oder Schutz. Jetzt wurde ein Leitfaden erarbeitet, der Mitarbeitenden des Sozialdienstes konkrete Hinweise für ihre Gesprächsführung gibt.

Der vorliegende Leitfaden soll die in interkultureller Kompetenz versierten Mitarbeitenden des Sozialdienstes im LAF dazu befähigen und dabei unterstützen, bestmöglich Hinweise auf eine besondere Schutzbedürftigkeit im Rahmen des persönlichen Beratungsgesprächs mit Geflüchteten zu erkennen, in dessen Folge die erforderliche Versorgung und/oder eine adäquate Unterbringung eingeleitet werden kann.


19.10.2018

KuB: Projekt “Formulare verstehbar machen“

Das Projekt “Formulare verstehbar machen” der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen (KuB) hat auch dieses Jahr wieder einige wichtige Formulare in mehrere Sprachen übersetzt. Alle übersetzten Formulare können kostenlos heruntergeladen werden.


19.10.2018

Veranstaltungen: Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung im Kontext der Unterbringung von Geflüchteten

Der Workshop bietet Reflexionsmöglichkeiten und Handlungsanregungen zum Thema Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung für praktisch und multiplikatorisch Arbeitende. Er knüpft dabei an eine vom BICC erstellte Studie zur Situation in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in NRW an. Im Zentrum des Tagesworkshops stehen dabei die konkreten Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten der Teilnehmenden. Im kollegialen Austausch werden Fragen erörtert und die verschiedenen professionellen Perspektiven zusammen geführt.

Themenschwerpunkte sind:

  • Wahrnehmung von Gewalt und Konflikten
  • Reflexion der eigenen Rolle im (Unterstützungs-)System
  • Handlungsspielräume und Restriktionen
  • Kollegialer Austausch über konkrete Herausforderungen

Weitere Informationen und eine Übersicht der einzelnen Veranstaltungen:


18.10.2018

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Volljährigkeit – Herausforderungen und Hilfestellungen

Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in den letzten Jahren nach Deutschland geflohen sind, stehen nun kurz vor der Volljährigkeit. Für viele stellt sich die Frage, wie es dann weitergeht. Welche Rechte haben sie? Und wie können sie bei dem Übergang in die Volljährigkeit unterstützt werden?

Die Fachtagung richtet sich an alle Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, die mit geflüchteten minderjährigen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten sowie alle weiteren Interessierten, die in dem Arbeitsfeld tätig sind oder es werden wollen.

Die Anmeldegebühr für die Fachtagung beträgt 90 Euro (bzw. 70 Euro ermäßigt).
Anmeldungen werden per Email (veranstaltung@ibis-ev.de) entgegengenommen.

 

Weitere Informationen sowie das komplette Programm.