September 2025

29.09.2025
-
30.06.2026
Online
Veranstaltungsreihe
Nexus: Psychotherapeutisch-Psychiatrisches Beratungsnetzwerk
Die Veranstaltungsreihe nexus.dialog 2025/26 thematisiert Radikalisierung in der Adoleszenz. Sie untersucht, wie extremistische Ideologien in Krisen als Bewältigungsstrategien wirken können, und beleuchtet individuelle wie soziale Dynamiken. In Online-Vorträgen und Diskussionen werden Fachkräften aus Beratung, Pädagogik, Psychotherapie, Sozialer Arbeit, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft neue Perspektiven eröffnet.

Februar 2026

04.02.2026
-
06.02.2026
Königswinter
Seminar
Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V. / Johannes-Albers Bildungsforum gGmbH

Fragen nach der Integration von Migranten, der inneren Sicherheit und des Grenzregimes wirken sich zunehmend auch auf gesellschaftspolitische Debatten und die politische Stimmung im Land aus. Gleichzeitig benötigt unser Land die Arbeitsmigration genauso wie den demographischen Zuwachs. Das Seminar will sich diesen Fragen stellen. Es analysiert die Herausforderungen und Möglichkeiten in Politikfeldern wie dem Arbeitsmarkt, der Integration und Demografie, aber auch der inneren Sicherheit und der Europapolitik.


09.02.2026
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10.02.2026
Zweiteilige Fortbildung
FINDER Akademie in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen

Extremistische Einstellungen bei jungen Menschen nehmen zu. Radikalisierung ist jedoch kein plötzliches Ereignis, sondern ein Prozess, der präventiv beeinflusst werden kann. Diese zweitägige Fortbildung vermittelt fundiertes Wissen und praxistaugliche Strategien, um Präventionsarbeit wirksam und planbar zu gestalten.

Grundlage ist das entwicklungsorientierte Präventionsmodell von Prof. Dr. Andreas Beelmann (Universität Jena), das vier zentrale Risikofaktoren von Radikalisierung identifiziert und evidenzbasierte Ansatzpunkte für Prävention aufzeigt. Die Teilnehmenden lernen, Bedarfe zu analysieren, wirksame Maßnahmen auszuwählen und konkrete Strategien für ihren eigenen Verantwortungsbereich zu entwickeln.

Kosten: kostenfrei (gefördert durch das Land Niedersachsen)
Abschluss: Zertifikat, als Bildungsurlaub anerkennbar
Anmeldung: Plätze begrenzt


10.02.2026
Online
Online-Vortrag und Diskussion
RADIS

Der Messerangriff in der Bielefelder Innenstadt am 18. Mai 2025 hat Ängste, Verunsicherung und gesellschaftliche Spannungen ausgelöst. Besonders präsent war die Sorge vor einer rechtsextremen Instrumentalisierung der Tat.

Im Webtalk berichten Mareike Wilke und Andreas Zick vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld von ihren Erfahrungen mit dem Dialogabend „Reden nach dem Anschlag“. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Einordnung sowie Fragen nach Solidarität und gegenseitiger Unterstützung nach Gewalttaten.

Der Webtalk ist Teil der RADIS-Reihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“.


10.02.2026
Online
Webinar
Fachstelle vielgestaltig*2.0
Wie können Fotos und Werbetexte so genutzt werden, dass sich dadurch möglichst viele Menschen angesprochen fühlen? Wie vermeide ich es, Stereotype zu reproduzieren oder durch mein Angebot die vorgesehene Zielgruppe nicht zu erreichen? Was muss ich beachten, wenn ich eine Veranstaltung möglichst inklusiv planen möchte?

Das Ziel von diskriminierungskritischer Öffentlichkeitsarbeit ist es, Angebote zu bewerben, ohne in stereotypisierende oder kulturalisierende Muster zu verfallen. Stattdessen werden die Angebote möglichst barrierefrei beworben und erreichen die Personen, für die sie zugeschnitten sind. Dafür ist es notwendig, einen genaueren Blick darauf zu werfen, wo Diskriminierung in Sprache und Schrift überhaupt stattfindet und was die üblichen ?Fettnäpchen? sind. Zudem werden durch das Webseminar Möglichkeiten zur Veränderung der eigenen Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt, beispielsweise durch eine Einführung in die Gestaltung von barrierefreien Websites und Dokumenten.

In einem ersten Teil wird es einen offenen Input zum Thema Diskriminierung, Machthierarchien, Sprache und Bilder geben. In zweiten Teil des Seminars wird es einen Input zum Thema barrierefreie Websites und barrierefreie pdf-Dokumente geben. Zudem bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen Praxis.

An wen richtet sich dieser Workshop?
Diese Fortbildung richtet sich an alle Interessierten und Einsteiger*innen im Themenfeld. Wir setzen eine aktive Teilnahme während der Veranstaltung voraus.
Das Seminar findet online über zoom statt, nach erfolgreicher Anmeldung bekommen Sie einen Link zur Teilnahme zugeschickt.
Bitte seien Sie fair und melden sich nur an, wenn Sie fest vorhaben, an dem Webseminar teilzunehmen. Sollte Ihnen doch etwas dazwischenkommen, sagen Sie bitte rechtzeitig ab, dann können ggf. Personen von der Warteliste nachrücken.

Was kostet die Teilnahme?
Die Teilnahme an dieserO Online-Fortbildung kostenlos.

Referent*innen-Team: Anisa Abdulaziz, Tinka Greve und Lisa-Marie Benda. Fachstelle vielgestaltig*2.0 | www.projekt-vielgestaltig.de

Anmeldung: www.vnb.de
Für weitere Informationen: vielgestaltig@vnb.de

11.02.2026
Berlin
Diskussion
Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Mit einem Impuls von Tabea Böker und Fadl Speck (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus)

Die Veranstaltung widmet sich den aktuellen Debatten um politische Teilhabe in einer postmigrantischen Gesellschaft. Trotz der jüngsten Reformen des Staatsbürgerschaftsrechts bleibt die Frage nach der Ausgestaltung politischer Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft weiterhin offen und politisch umkämpft. Besonders in Großstädten betrifft dies einen erheblichen Teil der Bevölkerung. Die Diskussion nimmt historische und gesellschaftliche Prägungen in den Blick, die deutsche Debatten im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern bis heute prägen, und thematisiert die Rolle politischer Bildung in diesen Aushandlungsprozessen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich politische Bildung in einem Umfeld gesellschaftlicher Transformation verorten und eigene professionelle Selbstverständnisse kritisch reflektieren kann.


19.02.2026
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10.03.2026
Online
Fortbildung
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.

Digitale Plattformen und KI-Systeme beeinflussen zunehmend, wie Menschen Informationen suchen, bewerten und verbreiten. Gleichzeitig bleiben die zugrunde liegenden Mechanismen – algorithmische Empfehlungen, Moderationslogiken und KI-gestützte Inhalte – für viele schwer durchschaubar. Die dreiteilige Online-Fortbildungsreihe „Kritisch digital“ setzt genau hier an und macht das Unsichtbare sichtbar.

Im Mittelpunkt stehen Funktionsweisen von Algorithmen, Empfehlungssystemen und KI-Tools sowie deren gesellschaftliche Auswirkungen. Die Reihe zeigt auf, wie digitale Technologien bestehende Ungleichheiten verstärken, die Verbreitung von Desinformation begünstigen und wie menschenfeindliche oder antifeministische Akteur*innen insbesondere auf Plattformen wie TikTok visuelle Codes, Ästhetiken und Trends strategisch einsetzen. Gemeinsam wird erarbeitet, wie diese Muster erkannt, analysiert und kritisch hinterfragt werden können.

Ergänzend werden medienpädagogische Methoden erprobt, die sich unmittelbar in der politischen Bildung einsetzen lassen. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, digitale Medien reflektiert zu nutzen und sich in einer zunehmend algorithmisch strukturierten Informationsumgebung selbstbestimmt zu orientieren.

Kooperationspartner*in der Reihe ist mediale pfade, eine Organisation, die emanzipatorische digitale Bildungsarbeit fördert und innovative Lernformate entwickelt, um eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft zu unterstützen.


19.02.2026
Convention Center, Messegelände Hannover
Fachtagung
Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN

Am 19. Februar 2026 lädt das landesweite Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN zur 10. Netzwerkkonferenz unter dem Titel „Demokratie braucht …“ nach Hannover ein. Die Veranstaltung bringt Engagierte aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis zusammen, um über die Zukunft von Demokratie, Integration, sozialem Zusammenhalt und gelebtem Engagement zu diskutieren.

Seit zehn Jahren steht NIEDERSACHSEN PACKT AN für gelebte Verantwortungspartner- schaft, die Integration, demokratisches Miteinander und Vielfalt stärkt. Die Jubiläumskonferenz nimmt in den Blick, wie das Bündnis weiter genutzt werden kann, um demokratische Werte aktiv zu verteidigen und das bürgerschaftliche Engagement zu stärken.

Im Mittelpunkt stehen Austausch und Praxisimpulse – vom „Marktplatz der Ideen“ mit über 50 Initiativen aus Niedersachsen bis zu Foren, Workshops und Podiumsdiskussionen zu Begegnung, Jugendbeteiligung und zivilgesellschaftlicher Arbeit. Der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies lädt ein zu einer gemeinsamen Vision für ein integrations- freundliches und zukunftsorientiertes Niedersachsen.


21.02.2026
Kulturzentrum Pavillon Lister Meile 4, 30161 Hannover
Tagung / Konferenz
Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Angriffe auf den Sozialstaat, autoritäre Zuspitzungen in Innen- und Außenpolitik sowie zunehmende Repression prägen die aktuelle politische Situation. Während Milliarden in Aufrüstung fließen, werden soziale Sicherungssysteme abgebaut und Menschen entrechtet oder abgeschoben – oft mit lebensgefährlichen Folgen.

Vor dem Hintergrund einer drohenden weiteren Rechtsentwicklung wollen wir gemeinsam analysieren, diskutieren und solidarische Gegenstrategien entwickeln. Die 29. Antifaschistische Sozialkonferenz bietet Raum für Austausch, Vernetzung und politische Orientierung.

Ende Februar 2026 laden Arbeit und Leben Niedersachsen, DGB Niedersachsen-Mitte, VVN-BDA Niedersachsen, Kulturzentrum Pavillon, Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, Bildungswerk ver.di, Initiative Internationaler Kulturaustausch (IIK) und die Geschichtswerkstatt e.V. nach Hannover ein.

Eintritt frei - Barrierefrei - Anmeldung ab Mitte Januar 2026


21.02.2026
Bundesumweltministerium (Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin)
Praxisaustausch
Bundesministerium für Umwelt, Kimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit & Umweltbundesam

Umwelt- und Klimakrise beschäftigen viele junge Menschen, gleichzeitig sinkt ihr Engagement in Vereinen, Verbänden und Initiativen. Das Engagementforum 2026 greift diese Entwicklung auf und fragt, wie junge Menschen besser erreicht, beteiligt und gehört werden können.

Unter dem Titel „Ungehört? Ungesehen? Unengagiert?“ diskutieren wir gemeinsam, wie Engagementformate an die Lebensrealitäten junger Menschen angepasst und das Jugendengagement für Nachhaltigkeit gestärkt werden kann.

Die Teilnahme ist beschränkt kostenfrei, die Plätze sind begrenzt.
Anmeldeschluss: 7. Februar 2026.


25.02.2026
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26.03.2026
Landespräventionsrat Niedersachsen, Siebstraße 4, 30171 Hannover
Fortbildung
Landesprogramm für Demokratie und Menschenrechte

Der Landespräventionsrat Niedersachsen bietet im Februar eine viertägige Fortbildungreihe für Personen aus Niedersachsen an, die selbst ein Projekt zur Demokratieförderung und Radikalisierungs- und Extremismusprävention planen und durchführen möchten. Empfehlenswert ist dabei die Teilnahme von 2 Personen pro Organisation. Mit dieser Fortbildung soll die Entwicklung eines förderfähigen und wirksamen Projekts entwickelt werden. 

  1. Teil (25. & 26.2.): Das Fundament legen
  2. Teil (25. & 26.3.): Den Projektantrag ausarbeiten

Anmeldeschluss ist der 30.01.2026


26.02.2026
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18.06.2026
Online
Fachstelle Demokratische Konfliktbearbeitung der Stiftung SPI - Sozialpädagogisches Institut Berlin Walter May

Städte, Gemeinden und Landkreise sind mit einer Vielzahl an Konflikten konfrontiert. So wirken sich Krisen und gesellschaftliche Spannungsfelder häufig direkt vor Ort aus. Hinzu kommen lokale und regionale Herausforderungen und konflikthafte Auseinandersetzungen, etwa um Veränderungsprozesse in Stadtgesellschaften oder im sozialen Nahraum. Der Fokus unserer Qualifizierung liegt daher auf sozialen Konflikten, die öffentlich ausgetragen werden. Dies können z.B. Konflikte zum Umgang mit Vielfalt, demokratiefeindlichen Akteur:innen, um Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen oder auch Nutzungskonflikte sein.

Die Qualifizierungsreihe

  • vermittelt grundlegendes Handwerkszeug für die Demokratische Konfliktbearbeitung,
  • stärkt Kompetenzen, um Konflikte im kommunalen Raum zu erkennen und systemische Zusammenhänge zu analysieren, und
  • erweitert das Methodenrepertoire für den strategischen Umgang mit kommunalen Konflikten.

Zielgruppe

  • Mitarbeitende aus der kommunalen Verwaltung,
  • Zivilgesellschaftliche Akteure aus den Bereichen der Demokratieförderung / Integration / Gemeinwesenarbeit und
  • Multiplikator:innen, die in ihrer Tätigkeit mit kommunalen Konflikten konfrontiert sind.

Die mehrtägige Qualifizierung findet als Online-Veranstaltung von Februar bis Juni 2026 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen sind über diesen Link bis Ende Mai möglich.


März 2026

06.03.2026
Kulturtreff Bothfeld (Klein-Buchholzer Kirchweg 9, 30659 Hannover)
Workshop
Kulturtreff Bothfeld

In Alltagssituationen begegnen uns immer wieder abwertende oder demokratiefeindliche Aussagen – im Kollegenkreis, im öffentlichen Raum oder im familiären Umfeld. Dieser interaktive Kurzworkshop richtet sich an Menschen, die in solchen Momenten handlungsfähiger werden möchten. Im Mittelpunkt steht das Ausprobieren und Einüben von Gesprächstechniken, um auf rechte und diskriminierende Parolen reagieren zu können. Offenheit und aktive Teilnahme werden vorausgesetzt, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmebeitrag: 5 €
Anmeldung: erforderlich im Kulturtreff Bothfeld

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Demokratie: Dialog“, gefördert von der Landeshauptstadt Hannover.


09.03.2026
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11.03.2026
Gustav-Stresemann-Institut in Niedersachsen e. V. Klosterweg 4 29549 Bad Bevensen
Workshop
Gustav-Stresemann-Institut in Niedersachsen e. V.

Kinderbücher prägen früh, wie Kinder sich selbst und andere wahrnehmen. Sie vermitteln Werte, Normen und Rollenbilder und spiegeln gesellschaftliche Machtverhältnisse wider. Gleichzeitig wachsen Kinder in einer Welt auf, in der unterschiedliche Diskriminierungsformen ihren Alltag beeinflussen – direkt oder indirekt.

Der dreitägige Workshop setzt sich mit Kinderbüchern als Medium vorurteilsbewusster Bildung auseinander. Anhand ausgewählter Bücher wird diskutiert, wie Vielfalt dargestellt wird, welche Perspektiven fehlen und wo sich Stereotype oder Mechanismen der Ausgrenzung zeigen. Gemeinsam werden konkrete Strategien für eine diskriminierungssensible pädagogische Praxis entwickelt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reflexion der eigenen Haltung: Die Teilnehmenden setzen sich mit Diskriminierungsformen, eigenen Vorurteilen und gesellschaftlichen Strukturen auseinander, um Kinder im Alltag bewusster begleiten und stärken zu können. Der Workshop findet in einem geschützten Lernraum statt und setzt die Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung voraus.

Ein umfangreicher Büchertisch mit diversitätsorientierten Kinderbüchern (Schwerpunkt Alter 0–7 Jahre) sowie ergänzenden Materialien lädt zum Stöbern, Ausprobieren und Diskutieren ein.

Zielgruppe: Erzieher:innen, Sozialpädagog:innen, Eltern, Großeltern sowie alle Erwachsenen, die mit Kindern arbeiten oder sich für Kinderbücher und Vielfalt interessieren.


16.03.2026
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18.03.2026
Gustav-Stresemann-Institut in Niedersachsen e. V. Klosterweg 4 29549 Bad Bevensen
Seminar
Gustav-Stresemann-Institut in Niedersachsen e. V.

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und schrumpfender zivilgesellschaftlicher Räume stellt sich die Frage, wie solidarisches und diskriminierungskritisches Engagement heute wirksam gestaltet werden kann. Allyship bedeutet dabei mehr als wohlwollende Unterstützung: Es geht darum, sich aktiv mit eigenen Privilegien, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Handlungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Das mehrtägige Seminar bietet Raum, um sich theoretisch und praktisch mit dem Konzept von Allyship auseinanderzusetzen. Gemeinsam wird diskutiert, was solidarisches Handeln bedeutet – und was nicht. Zentrale Themen sind unter anderem der Umgang mit „Shrinking Civic Space“, intersektionale Perspektiven auf Diskriminierung, der bewusste Einsatz von Privilegien sowie Möglichkeiten, auch unter erschwerten Bedingungen handlungsfähig zu bleiben und Verbündete zu finden.

Das Seminar verbindet Inputs mit Reflexions- und Austauschphasen und richtet sich an Menschen, die antidiskriminierend und solidarisch wirken möchten – beruflich, ehrenamtlich oder privat.

Hinweis: Bildungsurlaub möglich
Zielgruppe: Multiplikator:innen der politischen Bildung, politisch Aktive, Ehrenamtliche sowie weitere Interessierte


April 2026

16.04.2026
-
30.04.2026
Online
Fortbildungsreihe
Präventionsnetzwerk Nord

In vielen Pflegeeinrichtungen arbeiten Kolleg:innen aus Drittstaaten. Sie bringen wertvolle Kompetenzen mit und sind zugleich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert – etwa durch Anerkennungsverfahren, sprachliche Hürden oder rechtliche Unsicherheiten. Diese Rahmenbedingungen können im Arbeitsalltag zu Missverständnissen, Spannungen oder diskriminierenden Situationen führen, häufig subtil und unbeabsichtigt.

Die dreiteilige Qualifizierungsreihe „Diskriminierung verstehen – Haltung entwickeln“ setzt hier an. Im Fokus stehen Diskriminierungserfahrungen, die im Arbeitskontext mit (zugeschriebener) Herkunft verbunden sind, sowie der professionelle Umgang damit im Team.

Die Reihe richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der ambulanten und stationären Alten- und Krankenpflege mit Interesse an Vielfalt, Teamkultur und diskriminierungssensiblem Handeln.

Termine

  • 16. April, 12–14 Uhr – Modul 1: Hinschauen & Verstehen
  • 23. April, 12–14 Uhr – Modul 2: Handeln mit Haltung
  • 30. April, 12–13 Uhr – Modul 3: Reflexion & Transfer

Ziel ist es nicht, Menschen zu kategorisieren, sondern eigene Strukturen, Routinen und Haltungen zu reflektieren. Gemeinsam werden praxisnahe Strategien entwickelt, die im Arbeitsalltag umsetzbar sind und zu mehr Handlungssicherheit, Fairness und Zugehörigkeit im Team beitragen.

Die Teilnehmenden erhalten kompakte Werkzeuge und Impulse, darunter Reflexionsfragen für Teams, Gesprächsansätze bei Grenzverletzungen sowie ein Transferblatt mit konkreten Umsetzungsideen.


20.04.2026
-
21.04.2026
Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstr. 13-15 (Eingang 14-15), 10969 Berlin
Seminar
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH

Kommunen gelten als Orte pragmatischer Sachpolitik und gelebter Demokratie. Gleichzeitig stehen sie zunehmend unter Druck durch populistische Kommunikationsformen, Desinformation sowie Hass und Hetze gegen Amts- und Mandatsträger:innen. Diese Entwicklungen erschweren Beteiligungsprozesse, belasten Verwaltungen und gefährden die lokale Demokratie.

Das zweitägige Seminar des Deutsches Institut für Urbanistik greift diese Herausforderungen auf und diskutiert auf Basis aktueller Studien, wissenschaftlicher Analysen und kommunaler Praxiserfahrungen wirksame Strategien im Umgang mit Populismus. Im Fokus stehen Fragen des Schutzes kommunaler Akteur:innen, der Extremismusprävention sowie der Gestaltung einer offenen und resilienten kommunalen Beteiligungskultur.

Das Programm verbindet wissenschaftliche Impulse, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Beispiele aus Kommunen. Thematisiert werden u. a. rechtspopulistische Stadtpolitik, Desinformation, Schutzkonzepte für Amts- und Mandatsträger:innen sowie Handlungsmöglichkeiten in Verwaltung und Stadtparlamenten.

Zielgruppe: Führungskräfte und Fachpersonal aus Kommunalverwaltungen, Ratsmitglieder, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Fachleute aus Wissenschaft und Praxis
Teilnahmegebühr: gestaffelt (steuerfrei), inkl. Verpflegung
Anmeldung: online, Anmeldeschluss zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn


Mai 2026

08.05.2026
-
09.05.2026
Zentrum für Islamische Theologie Münster, Hammer Str. 95
Tagung
Forschungsstelle „Islam und Politik“

Die Forschungsstelle „Islam und Politik“ am Zentrum für Islamische Theologie Münster lädt am 8. und 9. Mai 2026 zu einer wissenschaftlichen Tagung ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Forschung zu Muslim:innen in Deutschland verantwortungsvoll, differenziert und zugleich öffentlich wirksam betrieben werden kann – angesichts politischer Erwartungen, medialer Deutungen und gesellschaftlicher Sensibilitäten.

Die Tagung beleuchtet das Spannungsfeld, in dem sozialwissenschaftliche Islam-Studien häufig stehen: zwischen Vorwürfen der Verharmlosung einerseits und massiver Kritik bei problemorientierten Befunden andererseits. Ziel ist ein fachlicher Austausch über wissenschaftliche Freiheit, Verantwortung und öffentliche Wirkung.


September 2026

24.09.2026
Berlin
Call for Paper und Tagung
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Call for Papers & Save the Date

Demokratieschutz durch Verbote? Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen gegen die extreme Rechte

Der Aufstieg der extremen Rechten und ihre wachsende politische Einflussnahme werfen grundlegende Fragen nach den Instrumenten einer wehrhaften Demokratie auf. Besonders kontrovers diskutiert wird aktuell, ob Parteiverbote – etwa gegen die AfD – ein geeignetes Mittel zum Schutz von Demokratie und Minderheiten darstellen. Weniger umstritten, aber bislang deutlich weniger erforscht, sind Vereinsverbote als staatliches Instrument gegen rechtsextreme Strukturen.

Die Tagung „Demokratieschutz durch Verbote?“ widmet sich der Frage, welche Wirkungen Parteien-, Vereins- und andere Verbote tatsächlich entfalten, wo ihre Grenzen liegen und wie sie im Zusammenspiel mit weiteren staatlichen und zivilgesellschaftlichen Maßnahmen einzuordnen sind. Diskutiert werden rechtliche, politische, gesellschaftliche und historische Perspektiven auf Verbotspraxis und Demokratieschutz.

Die Tagung findet am 24. September 2026 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin statt und bildet zugleich den Abschluss des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Forschungsprojekts VerRexVer – Zur Wirkung von Verboten gegen rechtsextreme Vereinigungen, durchgeführt an der HWR Berlin und der Hochschule Düsseldorf.

Im Rahmen eines Call for Papers sind Fachwissenschaftler:innen insbesondere aus den Sozial-, Rechts-, Politik-, Kultur-, Medien- und Erziehungswissenschaften eingeladen, sich mit einem 20-minütigen Vortrag zu beteiligen. Abstracts (max. 1.000 Wörter zzgl. Kurzvita) können bis 28. Februar 2026 eingereicht werden.