Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

19.01.2018

"Wo kommen Sie eigentlich ursprünglich her?" Diskriminierungserfahrungen und phänotypische Differenz in Deutschland

Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR-Forschungsbereich) hat einen Kurzbericht zu Diskriminierungserfahrungen und subjektiven Benachteiligungswahrnehmungen von Zuwanderinnen und Zuwanderern veröffentlicht. Im Rahmen der Publikation "Wo kommen Sie eigentlich ursprünglich her?" Diskriminierungserfahrungen und phänotypische Differenz in Deutschland" untersuchen die Forscherinnen und Forscher Formen und Felder von Diskriminierung sowie den Zusammenhang von Diskriminierung und der Rolle von äußerlich wahrnehmbaren Merkmalen des Migrationshintergrundes.

Dabei wurde im Wesentlichen festgestellt, dass Menschen mit äußerlichen (Körper-)Merkmalen, die auf eine ausländische Herkunft schließen lassen, wie eine dunkle Hautfarbe oder ein Kopftuch, fühlen sich häufiger diskriminiert als Zugewanderte, die sich äußerlich nicht von der Mehrheitsbevölkerung unterscheiden. Dasselbe gilt für einen Akzent. Eine offenkundig andere Herkunft wird in Deutschland also als Nachteil erlebt.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.


19.01.2018

Broschüre: Dokumentation des Fachtages zur Umsetzung des besonderen Schutzbedarfs von LSBTTIQ Geflüchteten

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg, die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg (tgbw) und die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) haben im letzten Jahr einen Fachtag zum Thema "Ankommen. In Sicherheit?" zur Umsetzung des besonderen Schutzbedarfs von LSBTTIQ Geflüchteten durchgeführt.

Die Teilnehmenden haben sich zu verschiedenen inhaltlichen und politischen Fragen ausgetauscht und vernetzt. Auf dem Fachtag wurden Botschaften an Politik, an Haupt- und Ehrenamtliche in der Geflüchtetenarbeit, an die LSBTTIQ-Community sowie an Migrantinnen- und Migrantenorganisationen erarbeitet. Zur Dokumentation der im Rahmen der Tagung erzielten Ergebnisse haben die Veranstalter eine Broschüre mit Vorträgen und Workshopberichten sowie den zentralen Botschaften des Fachtages herausgegeben. Die Angebote zur Vernetzung sowie Best-Practice-Beispiele zeigen konkrete Strategien und Vorgehensweisen in Baden-Württemberg auf.

Zur Dokumentation geht es hier. Eine englischsprachigen Fassung der Publikation finden Sie hier.


18.01.2018

Neue Asylzahlen für das Gesamtjahr 2017

Das Bundesministerium des Inneren (BMI) stellte in dieser Woche die Asylzahlen für das Gesamtjahr 2017 vor. Danach wurden im letzten Jahr 186.644 Asylsuchende registriert, das sind fast 100.000 Asylsuchende weniger als im Jahr 2016. Trotz der erheblich gesunkenen Zahlen, verwies der Bundesminister des Innern Dr. Thomas de Maizière darauf, dass die weltweite Flüchtlingsproblematik auch künftig eine große Herausforderung darstellen werde.

Zudem konnten die anhängigen Asylverfahren deutlich abgebaut werden: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) konnte im Jahr 2017 über 600.000 Asylentscheidungen treffen.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Einen kritischen Kommentar in den Tagesthemen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Zahlen finden Sie hier.


18.01.2018

Neue Webseite: Berufsorientierung für Geflüchtete

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) informiert auf seiner neuen Internetseite alle Interessierten zur Berufsorientierung von Geflüchteten und Neuzugewanderten. Die Website informiert über das Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ (BOF) mit dem Schwerpunkt Handwerk sowie über verschiedene andere Projekte der Initiative Bildungsketten in einzelnen Bundesländern. Darüber hinaus gibt sie Einblick in die Arbeit mit Neuzugewanderten im regulären Berufsorientierungsprogramm (BOP).

Das Portal bietet neben Informationen zu den Aktivitäten des BMBF, eine Projektlandkarte sowie Hinweise zu Leitfäden, FAQ und weiterführenden Informationen rund um das Thema Ausbildung.

 


18.01.2018

Verbundprojekt SHELTER Online-Kurs: Trauma

Das Verbundsprojekt "SHELTER" bietet zwei Online-Kurse zur Fort- und Weiterbildung mit dem Schwerpunkt "Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten". Die Kurse, die sich sowohl an Fachkräfte als auch an nicht therapeutisch geschulte Haupt- und Ehrenamtliche richten, liefern den Teilnehmenden Basisinformationen zu Traumafolgen und psychischen Belastungen im Kontext von Flucht und Asyl.

Der Kurs "Trauma im Kontext Flucht und Asyl - Traumatherapie mit Geflüchteten" und "Trauma im Kontext Flucht und Asyl - Herausforderungen in nicht- therapeutischen Berufen" liefern Hindergrundinformationen und Handlungsempfehlungen für die tägliche Arbeit.

Interessierte können sich hier für den zweiten Testdurchlauf im Jahr 2018 eintragen.

 

 

 


17.01.2018

Wie viele Flüchtlinge finden Arbeit?

Der Mediendienst Integration klärt in einem Artikel über die tatsächlichen Zahlen und deren Bedeutung rund um das Thema "Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten" auf. Aufgrund der zahlreichen Statistiken und der Vielzahl an unterschiedlichen Zahlen, werden diese häufig aus dem Kontext gerissen und für eine einseitige Berichterstattungen genutzt.

Mit Hilfe des Artikels erläutert der Mediendienst Integration welchen Aussagewert die einzelnen Arbeitsmarkt-Zahlen zukommt - welche wichtig und unwichtig sind. 

 


17.01.2018

Polizei und Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft

Am 22. Februar 2018 findet das 5. Symposium der Polizeidirektion Osnabrück und des Instituts für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück statt. Das diesjährige Thema "Polizei und Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft - Neue Herausforderungen für Zivilgesellschaft, Kommunen und Sicherheitsbehörden" sucht Wege für eine aktive und gewinnbringende Zusammenarbeit.

In Zeiten von Radikalisierung einerseits und der verstärkten Verbreitung islamophober Bewegungen andererseits sind zukünftige Fachkräfte im Bereich der Extremismusprävention von großer Bedeutung, die auch Sicherheitsbehörden mit ihrer Expertise und insbesondere praktischer sozialer Arbeit unterstützen können. Soziale Arbeit kann einen bedeutenden Beitrag zur Lösung gesellschafts- und polizeirelevanter Problemfelder leisten. im Rahmen der Fachtagung werden über die Möglichkeiten des Einsatzes von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie die Zusammenführung fachlicher Synergien im polizeilichen Kontext diskutiert.

 


16.01.2018

Forschungsprojekt: Menschenrechtliche Herausforderungen für die europäische Migrationspolitik

Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte wird ein Forschungsteam des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit weiteren Kooperationspartnern in den kommenden Jahren die "Menschenrechtlichen Herausforderungen für die europäische Migrationspolitik" untersuchen. Das von der Stiftung Mercator geförderte Projekt wird sich mit der Frage auseinandersetzen, in welchem Maße die Migrationspolitik in der EU gegen menschenrechtliche Standards verstößt.

Mit der Studie REMAP („Human Rights Challenges to European Migration Policy“) soll die Menschenrechtsgeltung in der EU-Migrationspolitik neu vermessen werden. Das Team will im Rahmen der Studie auch Vorschläge für eine menschenrechtskonforme Weiterentwicklung der europäischen Migrationspolitik machen.

Quelle: Universität Giessen


16.01.2018

Weiterbildung zum Systemischen Coach für Flüchtlinge

Das Institut für Bildungscoaching bietet in Berlin und Köln Weiterbildungen zum Systemischen Coach für Flüchtlinge an. Um Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie die Fachkräfte mit anderen Qualifikationen im Bereich der Flüchtlingsarbeit für die Herausforderungen des neuen Arbeitsfeldes vorzubereiten, sollen in der Weiterbildung insbesondere die interkulturellen Kompetenzen gestärkt und für die verschiedenen Sichtweisen und Perspektiven der Geflüchteten sensibilisiert werden. 

Ziel des systemischen Coachings ist es, die Kundinnen und Kunden für alternative Denk-, Wahrnehmungs- und Interaktionsmuster zu öffnen, um so neue Verhaltensoptionen zu ermöglichen sowie Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren. Im Idealfall können systemische Interventionen mehr gegenseitiges Verständnis, Toleranz und einen achtsameren Umgang fördern.

In der Weiterbildung werden in die systemische Theorie eingeführt und wichtige Methoden des systemischen Coachings vorgestellt und eingeübt. Systemische und lösungsorientierte Ansätze bieten zudem Methoden zur Ressourcenorientierung bei den Beraterinnen und Beratern selbst an.

Die nächste Weiterbildung findet vom 19. bis 22. Februar 2018 in Berlin statt.


15.01.2018

Kompetent im Ehrenamt

Vom 12. bis 14. März 2018 findet die Fortbildung "Kompetent im Ehrenamt" für Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe und aus anderen Themenbereichen im St. Jakobushaus in Goslar statt.

In Niedersachsen engagieren sich derzeit etwa 2,8 Millionen Menschen freiwillig und damit ehrenamtlich. Die Beweggründe für das Engagement und die Einsatzgebiete sind vielfältig. Für Staat und Gesellschaft hat die bürgerschaftliche Unterstützung insbesondere durch die Flüchtlingshilfe an Bedeutung gewonnen. Daher ist es wichtig, ehrenamtlich Engagierte in ihrer Tätigkeit zu fördern und zu unterstützen. In dieser dreitägigen Fortbildung stehen Ihr Engagement und die Stärkung Ihrer persönlichen Kompetenzen im Vordergrund – egal ob Sie sich bereits ehrenamtlich betätigen oder überlegen es zu tun und egal auf welchem Gebiet. In interaktiven Einheiten erlernen Sie handlungsorientiertes Wissen in den Bereichen interkulturelle Kompetenz, Integration und Kommunikation Dabei stehen praktische Erfahrungen und deren Reflexion im Vorder-grund. Dadurch trainieren und stärken Sie Ihre Team-, Kritik- sowie Konfliktfähigkeit und haben dabei immer Ihre eigenen Bedürfnisse, und die anderer Menschen, im Blick.